Nominierungen 2017

Der Leseclub Augustiniok ist in der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises.


Freitag, 26. September 2014

"Everflame-Feuerprobe" von Josephine Angelini

Liebe schmerzt.

Magie reagiert.

Feuer tötet.


Lily Proctor ist 17 Jahre alt, allein ihr Aussehen sorgt für Aufsehen und macht sie zur Außenseiterin. Aber ihre lebensbedrohlichen Allergien machen ihr Leben auch nicht einfach. Lily wünscht sich nichts mehr, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Auf Partys gehen und Spaß haben kommt für Lily gar nicht in Frage, zu viele Gefahren lauern auf sie. Als sie ihrem besten Freund  Tristan einen Gefallen tun möchte, in der Hoffnung, dass er in ihr endlich seine wahre Liebe finden wird, stimmt sie zu, mit auf einen Party zu gehen, auf der es zur Katastrophe kommt. Lily ist entäuscht und deprimiert, sie will einfach nur verschwinden. Und genau das passiert.

Jetzt befindet sich Lily in einem anderen Salem, in dem eine mächtige Hexe namens Lilian das Land regiert. Als sich herausstellt, dass Lilian eigentlich nur eine andere, bösere Version von Lily ist, die versucht, das Land zu kontrollieren, muss Lily etwas dagegen unternehmen. Doch ist ihre Macht groß genug, um gegen ihre Feindin zu bestehen? Unerwarteterweise bekommt Lily Hilfe, dabei findet sie ihre große Liebe um deren Herz und Vertrauen sie kämpfen muss.

Angelini ist eine großartige Autorin, von der Göttlich-Trilogie war ich ja schon begeistert, aber die Everflame-Reihe haut mich um! Es hat alles, was ein Fantasy-Buch braucht, um jeden glücklich zu machen. Die Erzählweise von Angelini ist spannend, rasant, witzig, voller Action und sehr überraschend. Die Idee ist genial und super umgesetzt. 

Wie ich erwartet habe, endet der erste Teil mit einem Cliffhanger und mehr brauche ich auch nicht zu sagen, ich kann es kaum erwarten, bis es mit Lilys Geschichte weitergeht!


 

Alter: ab 14


Raquel

Buchbesprechung von Raquel

Hope Forever von Colleen Hoover aus dem dtv Verlag

Die 17-jährige Sky ist starken Gefühlen bisher aus dem Weg gegangen. Wenn sie einem Jungen begegnet, verspürt sie normalerweise keinerlei Anziehung, kein Kribbeln im Bauch. Im Gegenteil. Sie fühlt sich taub. Bis sie auf Dean Holder trifft, der ihre Hormone tanzen lässt. Es knistert heftig zwischen den beiden und der Beginn einer großen Liebe deutet sich an. Doch dann tun sich Abgründe aus der Vergangenheit auf, die tiefer und dunkler sind, als Sky sich vorstellen kann.


Es ist schwierig, dieses Buch zu beschreiben, ohne zu viel über den Inhalt zu verraten.

Weil ich die "Layken & Will " Reihe sehr gerne gelesen habe, wollte ich das neue Buch von Colleen Hoover nicht verpassen. Obwohl mich Band zwei nicht mehr ganz so umgehauen hat wie der erste, gefällt mir der Schreibstil von Hoover sehr gut.
Also hab ich es mit in den Urlaub genommen, ohne große Erwartungen habe ich angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Die Geschichte hat mich gepackt! Jedes Mal wenn ich aufhören MUSSTE zu lesen, habe ich ständig daran gedacht. In jeder freien Minute habe ich gelesen und war dann traurig, als es zu Ende war.

Ich werde nicht über "das Drama" erzählen, um niemanden zu spoilern, aber mich hat dieses Thema sehr bewegt, es ist keine leichte Kost, es hat Wochen gedauert bis ich darüber hinweg war. Die Autorin hat eine tolle Art, Gefühle und Emotionen zu beschreiben. Ich konnte sehr oft mit Sky mitfühlen und konnte ihre Entscheidungen nachvollziehen. Allerdings war für mich doch einiges vorhersehbar und meine Vorahnungen sind fast immer eins zu eins aufgegangen. Trotzdem bin ich begeistert, denn die Charaktere sind super sympatisch und Sky ist sehr authentisch.Wie sie mit der ganzen Situation umgeht, ist echt STARK. Über Dean braucht man nicht viel sagen, alle Klischees werden erfüllt und machen ihn zum perfekten Typen in den man sich sofort verlieben könnte. Er sagt und macht immer das Richtige und hat alles, was ein echter TRAUM-Typ braucht.

Die Liebesgeschichte zwischen Sky und Dean ist realistisch aber manchmal zu perfekt und schön um wahr zu sein. Als ich das Buch beendet hatte, fand ich es aber sehr passend, weil man dann erfährt warum sie sich so schnell und intensiv ineinander verlieben. Es wird manchmal echt heiß zwischen den beiden, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Emotional und sehr gefühlvoll, aber nichts für schwache Nerven, das Thema geht unter die Haut!

Das Buch bekommt nur 4 von 5 Marienkäfer, wegen der vorhersehbaren Handlungen die mich oft, schon bevor ich die Zeilen gelesen habe, eiskalt erwischt haben. Außerdem wegen Dean, weil er zu perfekt ist! :-)

Alter: ab 14



Hier kannst du dieses Buch kaufen!

Raquel


Donnerstag, 25. September 2014

Widerspruch ist zwecklos oder wie man eine polnische Mutter überlebt

Widerspruch ist zwecklos oder wie man eine polnische Mutter überlebt

Emmy Abrahamson

dtv


Alicja ist ein durchschnittliches 15-jähriges Mädchen, allerdings mit einer polnischen Mutter. Sie leben in Schweden in einem Haus, das an allen Ecken und Enden reparaturbedürftig ist (siehe beispielsweise das Badezimmer, sowie die Küche) und nicht nur das bringt sie regelmäßig fast zum Ausrasten. Ihre Mutter ist auch der Meinung, dass sich verschimmelte Lebensmittel locker noch zum Verzehr eignen, dass Gemüse und Nudeln bis zu einer "perfekten" breiigen Konsistenz zu kochen sind und vieles mehr. Momentan befindet sich ihr älterer Bruder in Indien und ihr Vater auf Geschäftsreise, sodass sie die Zeit allein mit ihrer Mutter meistern muss. Die ist allerdings der Meinung, dass sich nur und zwar wirklich ausschließlich nur polnische Handwerker zur Reparatur ihrer Räume eignen, auch wenn Alicja noch so oft darauf hinweist, dass es illegal ist, polnische Handwerker nach Schweden zu transportieren und diese ohne Aufenthaltsgenehmigung in ihrem Haus einzuquartieren und dort arbeiten zu lassen. "Sag einfach es wären schwedische Handwerker. Ich weiß gar nicht was du für ein Problem hast!" Diesen Satz muss sich Alicja dann anhören und sie weiß, das Widerstand so oder so zwecklos sein wird. Dazu tauchen eines Tages auch noch polnische Verwandte bei ihnen auf und ziehen vorläufig ein. Ihre verrrückte Tante will in Schweden ein neues Leben mit ihrer 13-jährigen Tochter anfangen, die, wie Alicja bald feststellen muss, mehr als nur einen kleinen Dachschaden hat... Außer einer etwas peinlichen Festnahme durch die Polizei, einem irgendwie versehentlichen Verrat an der besten Freundin und der verrücktesten Hochzeit aller Zeiten geschieht noch einiges mehr, was ihr erfahrt, wenn ihr dieses Buch lest!

Bewertung:

Ich muss schon vorab zugeben, dass ich dieses Buch insgesamt dreimal angefangen habe und zweimal nach den ersten zwei Seiten wieder weggelegt habe. Es hat mich aber trotzdem wieder eingefangen und ehe ich´s mich versah, hatte ich es fertiggelesen und war hin und weg! Emmy Abrahamson schreibt in einem Stil, bei dem man auf keiner Seite an mindestens einem Schmunzeln vorbeikommt. Sie schreibt fesselnd und übertreibt oft auch ziemlich, was der Geschichte aber kein bisschen von ihrem Witz und ihrer Leichtigkeit und Lockerheit nimmt. Sie sorgt mit ihren verschiedensten Figuren immer wieder für Lacher und vor allem Überraschungen im Verlauf der Geschichte. Kurz muss ich noch hinzufügen, dass für mich auch das Design immer eine große Rolle spielt. Das Cover hat auch dazu geführt, dass ich es letzten Endes ausgesucht habe, denn es ist witzig, verspricht etwas "fröhliches" und es sticht definitiv heraus, wenn man wahllos (so wie ich) nach Büchern mit interessanten Geschichten forscht. Auch der Titel hat mich sofort neugierig gemacht, schon allein wegen der fast unmöglichen Länge! Unter dem Klappentext stand ebenfalls eine Rezension, in der Boras Tiding meint, die Geschichte liefe wie ein Film ab und ich muss sagen: Damit hat er absolut Recht und das gelingt wirklich nicht vielen! 
Zusammenfassend kann ich dieses Buch nur empfehlen für den Urlaub, langweilige Nachmittage und vor allem verregnete Sonntage!!




Alter:   ab 14 Jahren


Merle (15)




Rezesion zum Buch "Zu hause im Zoo".

"Zu Hause im Zoo"  Band 2 

Trubel im Elefantenhaus von Tatjana Geßler aus dem Planet Girl -Verlag

Lea wohnt mitten im Zoo, denn ihre Mutter ist Zoodirektorin. Zwischen Erdmännchen und Elefanten warten unzählige Abenteuer und Lea hat ein großes Herz für alle Tiere.

Was ist nur mit Molly los? Nach der Geburt ihres Babys wird die Elefantendame plötzlich unberechenbar. Lea ist jedoch sicher, dass Molly einen guten Grund für ihr Verhalten hat. Sie nimmt sich vor, das Elefantenrätsel zu lösen und und dem kleinen Zwatzel zu helfen. 

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist schön geschrieben, aber eher für Kinder ab 8 Jahren geeignet . Es ist verständlich geschrieben und es lässt sich einfach lesen. Das Buch ist für Jungen und Mädchen gleich gut geeignet, wenn sie Tiere mögen.

 
 (weil es ein tolles Kinderbuch ist)


Alter: ab 8


 Marlene (13)


Buchbesprechung von Tina (13)

Kein einziges Wort

von Andreas Jungwirth
aus dem Ravensburger Buchverlag

Inhalt: In diesem Buch geht es um Simon, der irgendwie in ein Verbrechen verwickelt wird. Ein Kaufhaus soll gebaut werden, aber ein alter Mann will nicht ausziehen und wie das nun mal in solchen Büchern ist, wird der Mann erpresst: sein Hund wird getötet, was Simon entdeckt, und er wird so selbst Opfer der Erpresser... Zu allem Übel hat er sich mit seinem Freund Chris zerstritten. Dabei ist Chris der einzige, der ihm in dieser kritischen Situation helfen könnte.

Bewertung: Das Cover hat mir irgendwie richtig gut gefallen und auch der Klappentext hat sich mega spannend angehört!!! Doch leider war das Buch einfach ziemlich langweilig geschrieben. Außerdem fährt er mitten im Buch zu seiner Großmutter ans Meer und das hat dann gar nichts mehr mit der ursprünglichen Handlung zu tun. Vor allem fand ich es schade, dass ungefähr ab der Hälfte des Buches klar wird, dass von den Erpressern gar keine Gefahr ausgeht. Weiterhin hat mich aufgeregt, DASS irgendwelche Wörter immer groß geschrieben WURDEN auch wenn es keinen Sinn ERGEBEN hat... Nun ja, am Ende war es dann auf jeden Fall doch noch mal spannend, aber das war es leider auch schon.

Empf. Alter: 14



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Tina(13)

"Sannah&Ham" von Tom Ellen und Lucy Ivison aus dem "ChickenHouse"- Verlag

Rezension von Anna


Seit der siebten Klasse sind Stella, Tilly, Grace und Hannah eine Clique. Gemeinsam haben sie die Schule unsicher gemacht, Pyjama-Partys veranstaltet und sich über Mode und die neusten Trends ausgetauscht, sind also unzertrennlich geworden.
Jetzt, kurz vor ihrem Abschluss, wollen die vier verhindern, dass sie auseinandergerissen werden und ihre Freundschaft kaputtgeht und veranstalten so eine große Abschlussparty bei Stella zu Hause, zu der alle aus der Stufe eingeladen sind.
Auch Sam ist mit Chris, Ben und Robin schon jahrelang befreundet- sie verbindet ihr Faible für Computerspiele aller Art. Zu Stellas Party wollen die vier Jungs natürlich auch- allerdings ohne Einladung. Doch mit Chris, dem Mädchenhelden, kommen die vier locker an dem Mädchen am Eingang vorbei, das aufpassen soll, dass niemand Unangemeldetes reinkommt. An diesem Abend haben Chris, Ben und Robin aber leider nichts anderes im Sinn, als Mädchen anzugraben und zu rauchen. Und natürlich wollen sie Sam zu seinem ersten Mal bringen- erfolglos.
Ähnliche Gedanken haben auch Stella, Tilly und Grace für Hannah. Von den dreien geplant ist die Entjungferung ihrer besten Freundin mit einem Jungen, den Hannah zwar mag, aber bei dem sie sich nicht sicher ist, ob sie ihn wirklich zum Freund will. Doch weil dieser sich schon früh betrinkt, fällt das wichtige Ereignis an diesem Abend sowieso ins Wasser und Hannah flüchtet in Stellas Bad, wo sie auf einen merkwürdigen Jungen trifft, der ihr sofort symphatisch ist und mit dem sie sich gleich super versteht. Sam geht es nicht anders.
Doch Grace muss natürlich unbeabsichtigterweise die tolle Situation zerstören, in dem sie Hannah in Gesellschaft von Sam überdeutich auf den Jungen hinweist, mit dem sie ihr erstes Mal verbringen soll.
Sam ist enttäuscht- jedes nette Mädchen, das sich mal für ihn interessiert, ist schon vergeben. Verzweifelt stürzt er sich in andere Flirts und auch Hannah versucht den Traumjungen zu vergessen, allerdings ohne großen Erfolg. Unverhofft treffen die beiden sich wieder, doch das Treffen wird anders als geplant.
Kommen die beiden voneinander los oder haben sie im jeweils anderen die erste große Liebe gefunden?

Bewertung:

Zu diesem Buch muss man eigentlich gar nicht viel sagen, denn es ist eine kleine Welt für sich. Zuerst einmal die beiden Jugendlichen, die inmitten in der Erwachsenwerden-Phase mit Problemen konfrontiert werden, denen sie sich noch nicht gewachsen fühlen und die nicht wie alle anderen ihren Alters nach kurzen Flirts und One-Night-Dates Ausschau halten, sondern nach der einen, großen Liebe suchen.
Zudem gibt es nicht diese Klischee-Rollen, in die man beim Schreiben eines Liebesromanes leicht verfällt, sondern zwar klare, aber auch charakteristisch starke, eigene Persönlichkeiten. Ich weiß nicht, wie es den Autoren gelingt, aber Reden über Küssen und andere "Dinge" wirkte nie peinlich oder gar unverschämt, wie man es aus anderen Büchern kennt, sondern viel mehr wie in einem Sachbuch mit der nötigen Portion Humor, was wiederum nicht heißen soll, dass das Buch nicht emotional oder sachlich wie ein Krimi wäre - ich finde, dass man dieses Buch keiner kleineren Ordnung als der Oberkategorie "Roman" unterordnen kann, denn es gibt einfach keine Schublade, in die man es stecken könnte.
Das Cover war auf den ersten Blick... seltsam, aber es passt irgendwie zum Stil der Geschichte und tanzt ebenfalls ein wenig aus der Reihe und somit passt das auch. "Sannah&Ham" ist, wie ich finde, ein toller Titel, weil er die Verbundenheit der beiden signalisiert, aber gleichzeitig nicht zu viel über den Inhalt der Geschichte verrät.
Nebenhandlungen waren genügend vorhanden, allerdings lässt sich dieses Buch trotzdem leicht zusammenfassen (ist also gut geeignet für eine Buchpräsentation) und so überschaubar gestalten. Die Charaktere wirkten wirklich wie du und ich und nicht wie Auserwählte von Amor, die als Einzige die wahre Liebe kennenlernen dürfen - mit anderen Worten: die Liebe wurde nicht überbewertet oder dramatisiert. Sie wurde zwar gekonnt in den Mittelpunkt gerückt, fügte sich aber in den Alltag ein, war zwar mächtiger als der Wille der beiden, aber nicht mächtiger als alles, also nicht so übertrieben unrealistisch.
Im Prinzip läuft aber alles, was ich sage, auf einen Punkt hinaus, nämlich, dass ich daran keinen einzigen Kritikpunkt finden kann und es somit ein sehr, sehr gutes Buch ist!

Alter: all age


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Anna (13)

Gina Mayer "Alle Augen auf dich" aus dem Script5 Verlag

Buchbesprechung von Katrin


Myriam spielt in einer Internetserie mit, genannt Missing. Wie in der Serie wird sie nun auch im echten Leben entführt ...
Die Täter hinterlassen jedoch keine Spuren und die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Doch dann stellen die Entführer immer wieder Videos von Myriam auf die Website der Serie. Immer mehr Leute sehen sich das Ganze an und fiebern mit Myriam mit, denn sie ist es, die auf den Videos zu sehen ist: verletzt, verzweifelt, schmutzig, gedemütigt. Die ganze Welt sieht sie in ihrem Verlies. Die Videos werden immer dramatischer und so schießen die Klickzahlen in die Höhe.
Erst recht, als die Entführer ihre erste Bedingung verkünden: Sie wollen zwei Millionen Euro, finanziert durch Crowdfunding ...

Die Geschichte in dem Thriller ist wirklich faszinierend und eine gute Idee, da sie die moderne Technik mit Verbrechen verbindet. Allerdings wird die Geschichte oft nicht so gut und spannend dargestellt, wie sie sein hätte können, das heißt, man hätte mehr daraus machen können. 
Der Thriller ist zwar spannend, zieht einen aber nicht so in den Bann wie andere Thriller, die ich schon gelesen habe. Vielleicht liegt das daran, dass oft zu viel über das Leben der Kommissarin und des Freundes des Opfers erzählt wird. Dies ist zwar gut, nimmt aber häufig ein bisschen die Spannung. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut und passt zu der Geschichte. 
 
Zusammengefasst, finde ich den Thriller ganz gut, man hätte jedoch mehr daraus machen können, denn die Story hat echt Potenzial! 
 
 Alter: ab 14

 

 

Katrin (15)

Buchbesprechung zu "Sonnentochter- das Lied der Seide" von Sheila Rance und dem "cbj"- Verlag

Sheila Rance

Sonnentochter - Das Lied der Seide


Gemeinsam mit ihrem Vater Tareth lebt die dreizehnjährige Maia bei einem kleinen Dorf, dessen Bewohner sie aufgenommen haben, nachem der Sturm sie vor vielen Jahren vom Meer an Land gespült hatte. Sie dürfen zwar zu Festen kommen und werden in der Gemeinschaft toleriert, aber richig dazugehören können sie nicht, sie kommen aus einem fremden Land. Mehr weiß Maia bis zu ihrem dreizehnten Sternenumlauf, ihrem dreizehnten Geburtstag, nicht, an dem sie ihren wahren Namen von der Wächterin erfahren soll, die mit Tauben und Krähen hoch oben auf den Klippen über dem Dorf und der Höhle lebt, in der Tareth und Maia wohnen.
Bisher glaubte Maia, dass sie Weberin wird, wie ihr Vater, in den Sonnengründen nach Seide taucht, oder Kokons der singenden Seide aus dem Mottengarten in den Felsen pflückt. Doch mit dem Namen, den sie bekommt, wird ein anderes Schicksal für sie besiegelt: Sonnenfängerin. Sie muss die Sonne mit Hilfe des verschollenen Sonnensteins einfangen, den Tareth zu Maias Schutz vor langer Zeit versteckt hat. Denn es ist das Schicksal einer Sonnenfängerin, in die Sonne zu sehen, was frühzeitig zu Blindheit führt. Vor dieser unweigerlichen Tatsache wollte Tareth seine Tochter bewahren, erfolglos.
Maia muss ihrer Bestimmung folgen und in das ferne Land der Adlermenschen gehen, aus dem sie stammt. Doch auf dem Weg lauern Gefahren und nicht alle in Khandar, dem Land, aus dem sie stammt, wollen ihr Gutes: allen voran ihre eigene Schwester und regierende Königin, von der sie noch nichts wusste und die für die alleinige Macht alle anderen sechs Schwestern umgebracht hat...

Bewertung:

Am Anfang, muss ich gestehen, war mir das Buch ein wenig zu... anders. Das klingt jetzt komisch, aber wenn man wie ich seltener Fantasy-Bücher liest, erscheinen einem flüsternde Seide, kämpfende Echsen und eine komplett andere Welt im Kontrast zu realitätsnahen Liebesgeschichten, Action-Thrillern und Psycho- Romanen in Jugendsprache schon etwas befremdlich.
Nach den ersten zwanzig Seiten wurde ich aber trotzdem von der Magie und dem Zauber, den die Erzählweise entfacht, mitgerissen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
Sheila Rance schreibt und beschreibt so detailliert, so genau, dass nicht nur Formen rübergebracht werden, sondern auch die Atmosphäre zum Greifen nahe war. Es war wirklich so, als ob man über Klippen laufen, neben Echsen tauchen und die Adler über einem kreisen sehen könnte.
Die Geschichte ist zudem ein vollkommendes Werk aus Kampf, Magie, Fanatsie, Macht, Freundschaft und Vertrauen. Berührend und fesselnd geschrieben und mit so einer grandiosen Beschreibung ist das Buch nur empfehlenswert.
Vor ungefähr einem Jahr gab es irgendwie mehr Bücher, die mehr auf der Handlung beruhten und weniger auf dem Einfühlungsvermögen, das Emotionen, Gedanken und Umgebungsbeschreibungen beinhaltet, was ich nicht so gut fand, aber was sich ja zum Glück geändert hat und dieses Buch ist doppelt gut, denn es basiert auf einer abwechslungsreichen Handlung, auf der alles andere aufgebaut ist.
Was mich aber noch mehr verwundert, als die Vollkommenheit, die das Buch ausstrahlt, ist die Gabe der Autorin, Dinge gar nicht erst in Frage zu stellen, sondern sie einfach glaubwürdig zu schreiben und zu schildern. Man hegt nicht die geringsten Zweifel, dass der Wolfmensch gleich neben einem auftauchen wird. Und wie ich finde, gerade bei Fantasy-Büchern ist es genau das, was ein gutes Buch ausmacht.
Cover und Titel waren ebenfalls prima und im Bereich Fantasy ist dieser Roman mein absolutes Lieblingsbuch.
Empfehlen kann ich es allen, die Fantasy mögen und die trotz spannenden Kampfszenen immer noch Tiefgründigkeit und Emotionen verspüren möchten.

Alter: all age




Anna (13)

Buchbesprechung zu "Wer weiß, was morgen mit uns ist" von Ann Brashares aus dem cbj- Verlag

Buchbesprechung von Anna (13)


Prenna geht zur Schule, lebt in einem normalen Haus und ist so gut wie unsichtbar. Eben der Durchschnitt. Nichts deutet darauf hin, dass sie alles andere als normal ist.
Denn Prenna ist eine Zeitreisende aus der Zukunft, die mit ihrer Familie und anderen Leuten um 2070 beschließt, in unsere Gegenwart zu reisen, die ihnen wie ein Land ercheint, in dem Milch und Honig fließen. Und das nicht ganz ohne Grund: in Prennas "Herkunft" fodert eine neue Form der Pest, die von Mücken übertragen wird, tausende Todesopfer; Umweltkatastrophen, Nahrungsmittelknappheit und Armut treten ein- Dinge, die im Jahre 2014 prophezeit werden, gegen die aber niemand was unternimmt.
Lange Zeit beugen Prenna und ihre Mutter sich den Regeln der "Betreuer", die angeblich die heutigen Menschen vor mitgebrachten, risikoreichen Viren  schützen, jedoch im Prinzip nur die Kontrolle über die Zeitreisenden haben wollen. Mit allen Tricks wird gespielt, vorgetäuscht und die Wahrheit vertuscht, Pillen müssen angeblich zur Unterdrückung eines gefährlichen Keims eingenommen werden, dienen aber eigentlich nur dazu, die Sehkraft zu schwächen, sodass alle aus der Gemeinde der Zeitreisenden spezielle Brillen tragen müssen, in denen Überwachungskameras und Aufnehmgeräte integriert sind, sodass ja keiner ungestraft Personen aus der Gegenwart das Geheimnis erzählen kann. Denn keiner ahnt etwas, von der versteckt gehaltenen Vergangenheit der Gruppe.
Von alldem weiß auch Prenna lange nichts- bis sie Ethan trifft, der in ihre neue Klasse geht und als Einziger Kontakt zu ihr sucht. Was sie zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht ahnen kann: Ethan kann Zeitreisende auf den ersten Blick erkennen. Somit hat er auch sie definiert. Als er sie darauf anspricht und Prenna alle Mahnungen und Drohungen ihres Regime missachtet und ihm ihre Geschichte erzählt, werden die beiden in eine schwierige Situation verwickelt, bei dem es um die Zukunft der gesamten Menschheit geht...

Bewertung:

Zuerst muss ich gestehen, dass ich schon ein paar Bücher von Ann Brashares gelesen oder angefangen zu lesen habe, und ich von keinem so richtig begeistert war. Titel und Cover begeistern mich aber jedes Mal doch so sehr, dass ich das Buch meistens doch mitnehme. So auch bei diesem.
Anfangs, fand ich, war es wieder so der typische Erzählstil der Autorin, mit dem ich irgendwie nicht so ganz zur Übereinstimmung komme. Ich kann auch nicht genau definieren, was mir daran nicht gefällt, auf jeden Fall wirkte es auf mich wie schon so oft irgendwie kindlich und ich war nicht wirklich überzeugt und habe oft an bestimmten Passagen gezweifelt, ob das wirklich stimmen könnte. Mit anderen Worten: ich bin nicht wirklich reingekommen in die Geschichte, konnte mich nicht in diese andere Welt versetzen, sobald ich das Buch aufgemacht habe. Und dann kommen auch keine Emotionen an und somit wird es langweilig zu lesen.
Das war bei mir so ungefähr bis zu der Stelle, an der sich Ethan und Prenna kennen lernen. Da merkt man: oh, da kommt noch was. Man merkt irgendwie so etwas wie eine angespannte, aufgeregte Atmosphäre im Hinergrund, die voraussagt, dass noch etwas Großes kommt. Vergleichbar beispielsweise mit der leisen Musik in Gruselfilmen, wenn etwas Schreckliches bevorsteht und man weiß nicht was. So in etwa habe ich diesen Teil empfunden.
Und ab da ging es steil bergauf. Wie ich finde, hat die Autorin ihren Schreibstil behalten, aber irgendwie war ab da mehr Gefühl, Gedanken, Action. Es war endlich ein roter Faden in der Handlung, der alles mit netten, kleinen Nebengeschichten verbunden hat und trotzdem nicht zu viel verraten.
Alles in allem ist es ein gutes Buch, es besticht eben mit dem seltenen polititschen, zukunftsgerichteten Grndthema, das aber wirklich spannend verkauft wird und das alles ein wenig aufpeppt. Zu empfehlen also allen Ann Brashares- Fans und allen anderen, die sich auch manchmal Gedanken über die Zukunft machen und denen mehr die Handlung wichtig ist, als das Thema.
Letzte Anmerkung zum Schluss: wer dieses Buch gelesen hat, macht sich viel mehr Gedanken und auch Sorgen um unseren Planeten. Wenn also 90% der Bevölkerung dieses Buch lesen würde- vielleicht würde dann endlich auch etwas richtig Sinnvolles für die Umwelt getan werden, bevor es zu spät ist.

Alter: all age




 
Anna (13)

Freitag, 5. September 2014

Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Von Benjamin Alire Sáenz
aus dem Thienemann Verlag

Dante kann schwimmen. Ari nicht. Dante kann sich ausdrücken und ist selbstsicher. Ari fallen Worte schwer und er leidet an Selbstzweifeln. Dante geht auf in Poesie und Kunst. Ari verliert sich in Gedanken über seinen älteren Bruder, der im Gefängnis sitzt. Mit seiner offenen und einzigartigen Lebensansicht schafft es Dante, die Mauern einzureißen, die Ari um sich herum gebaut hat.
Ari und Dante werden Freunde. Sie teilen Bücher, Gedanken, Träume und lachen gemeinsam. Sie beginnen die Welt des jeweils anderen neu zu definieren. Und entdecken, dass das Universum ein großer und komplizierter Ort ist, an dem manchmal auch erhebliche Hindernisse überwunden werden müssen, um glücklich zu werden!

In atemberaubender Prosa erzählt Sáenz die Geschichte zweier Jungen, die Loyalität, Freundschaft, Vertrauen, Liebe - und andere kleine und große Geheimnisse des Universums entdecken. 


Schon als ich die erste Seite las, wusste ich das ich dieses Buch lieben werde.

"Warum lächeln wir? Warum lachen wir? Warum fühlen wir uns allein? Warum sind wir traurig und verwirrt? Warum lesen wir Gedichte? Warum weinen wir, wenn wir ein Gemälde sehen? Warum ist unser Herz in Aufruhr, wenn wir lieben? Warum schämen wir uns? Was ist das Ding in unserer Magengrube, das wir Sehnsucht nennen?"

Es ist die Geschichte des 15-jährigen Aristoteles (Ari), der ziemlich unglücklich mit seiner Situation ist. Das Problem: er ist 15 und ein Einzelgänger. Das ist er aber wirklich gerne, wird allerdings von seiner Mutter  gerne darauf hingewiesen, dass er keine Freunde hat. Als er eines Tages im Schwimmbad von Dante angesprochen wird, kann er seine gewollte Einsamkeit nicht abschütteln. Doch Dante ist hartnäckig und Ari gibt nach. Beide sind sehr verschieden, dennoch werden sie Freunde. Die vielen poetischen und philosophischen Zitate verleihen dem Buch eine besondere Note.

Noch nie in meinem Leben habe ich ein Buch zweimal direkt hintereinander gelesen. Bei diesem konnte ich mich nicht zurückhalten. Ich bin begeistert! Das ist das beste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe. Ich liebe alles daran.

Teitel: 5*****
Cover: 5*****
Inhalt: 5*****
Charaktere: 5*****


Raquel