Nominierungen 2017

Der Leseclub Augustiniok ist in der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises.


Freitag, 31. Oktober 2014

Todeszeichen

Ein Fall für Leitner und Grohmann von Saskia Berwein aus dem LYX Verlag




Leitner ist die ermittelnde Komissarin im Fall ,,Der Künstler".
Der Künstler vergewaltigt erst brutal seine weiblichen Opfer bevor er ihnen merkwürdige Kunstwerke in ihre Rücken schneidet und sie anschließend zerstückelt und vergräbt.
Komissarin Leitner und der Rechstanwalt Grohmann wollen diesen Irren stoppen.
Allerdings gerät ihre einzige Zeugin, deren Mutter tot aufgefunden wurde, in das Visier des Serienmörders.
Es beginnt ein Lauf der über Leben und Tod entscheidet.

Ich fand den Thriller sehr gut geschrieben. Er war sehr spannend und vor allem fesselnd. Man musste einfach weiter lesen. Außerdem konnte man sich sehr gut in die Personen hineinversetzen.

Alter ab 14


Lena (14 Jahre)


Samstag, 25. Oktober 2014

Buchbesprechung von Anna (13)

Blackbird von Anna Carey aus dem cbt- Verlag

Ein Mädchen wacht in Los Angeles auf. Aber nicht irgendwo, sondern auf den Gleisen der U- Bahn, mitten im Zentrum. Sie hat nur einen Rucksack bei sich, in dem unpersönliche Gegenstände wie Geld und eine Taschenlampe enthalten sind. Niemand weiß, nicht einmal das Mädchen selbt, wie sie dorthin gekommen ist, wer sie ist und wo sie herkommt.
Sie weiß nur eines: jemand verfolgt sie und will sie töten.
So versucht sie, mehr über sich selbst herauszufinden und gerät dabei immer tiefer in Verbrechen, von denen sie keine Ahnung hat und für die sie zu Unrecht beschuldigt wird. Sie versucht auch zu ergründen, was es mit ihrem Tattoo am Handgelenk auf sich hat - ein Vogel in einem Viereck.
Es gibt so viele Dinge zu klären, so vieles, was sie nicht weiß. Mitten in diesem Schlamassel trifft sie Ben. Ben, der ihr Unterschlupf gewährt, Ben, dem sie als Einzigen alles erzählt, Ben, der mit ihr von diesem Ort flüchten will, wo alle gegen sie sind.
Doch sie weiß, wenn sie geht ohne auch nur versucht zu haben, irgendetwas über sich herauszufinden, wird sie nie mit der Vergangenheit abschließen können. Also macht sie sich auf die Suche nach Hinweisen auf ihre Vergangenheit, irgendwelche Anhaltspunkte. Zudem hat sie immer wieder seltsame Träume, die sie entweder vor etwas warnen, oder aber Erinnerungsbruchstücke zurück bringen, die ihr aber nicht sehr weiterhelfen.
Dabei folgen ihr immer wieder schwarz gekleidete Personen, die aus einem unerfindlichen Grund um jede Tages- und Nachtzeit zu wissen scheinen, wo sie sich befindet. In Cafés, auf Straßen, in Parks, in verlassenen Hinterhöfen, sogar in Parkhäusern lauern ihr diese Gestalten auf und versuchen, sie zu fangen. Doch das Schlimmste: alle haben Pistolen bei sich. Und sie weiß, keiner würde zögern, sie zu benutzen.

Bewertung:

Vorab: dieser Thriller ist sehr schwer zu beschreiben, weil er einfach einen ganz bestimten Stil hat, Dinge zu ergründen oder auch nur Situationen zu schildern, was das Zusammenfassen nicht ganz leicht macht.
Auch die Du-Erzählperspektive ist anfangs ungewohnt und man muss sich erst an sie gewöhnen, aber dadurch hebt sich das Buch noch mehr von anderen Büchern ab.
Das Grundthema (Verfolgung, Reality Spiel, Vergangenheit/Zukunft) ist für mich auch relativ neu und wird extremst spannend geschildert. Erst im Nachhinein wird einem wirklich bewusst, wie schockierend und krank die Handlung ist- bitte nicht falsch verstehen, es war gut geschrieben, nur das Thema an sich ist zwar lesenswert aber zugleich auch definitiv brutal.
Titel und Cover sind beide super getroffen, genauso spannend und  in engem Zusammenhang mit der Handlung stehend, aber so, dass man vor dem Lesen neugierig gemacht wird und nicht weiß, um was es geht.
Ansonsten- sehr atemberaubend geschrieben, man kommt gar nicht mehr weg von diesem Thriller und muss einfach wissen, wie es ausgeht. Allerdings - entweder hätte ich gerne einen Fortsetzungsband wegen dem offenen Ende oder ich würde am Schluss gerne besser aufgeklärt werden über den weiteren Handlungsverlauf . Denn die meisten grundlegenden Fragen werden am Ende nicht beantwortet - ich gehe nicht zu sehr ins Detail, sonst verrate ich zu viel. Das gibt auf jeden Fall Minuspunkte, weil ich es hasse, am Ende doch noch keinen richtigen Schlussstrich zu haben oder wenigstens einen Hinweis auf das nächste Buch.
Doch trotzdem ist es megaspannend geschrieben, richtig Action und Gänsehaut-Feeling und ein Muss für alle Thriller-Fans!

Alter: all age



Anna (13) 



Colours of Africa von Ellen Alpsten aus dem Coppenrath- Verlag

Buchbesprechung von Anna (13)


Nach ihrem Schulabschluss weiß Ava wirklich etwas mit sich anzufangen. Herumlungern im Bett, Fernsehschauen und Faulenzen stehen da an der Tagesordnung.
Doch dann bekommt sie Besuch von der Freundin ihrer Mutter, die in Kenia eine Hilfsorganisation für Kinder ins Leben gerufen hat, die diesen hilft, mithilfe von kreativen Kursen und Workshops traumatische Erlebnisse zu verarbeiten.
Ava ist sofort Feuer und Flamme für dieses Projekt - endlich etwas tun! Doch schon bei ihrer Ankunft im Flora Hostel zeigt sich, dass dies keine leichte Aufgabe ist: die meisten Menschen leben hier in Slums, die wenigstens haben gut bezahlte Arbeit und können sich Luxus wie Ärzte oder Restaurantbesuche nicht leisten. Umso erfreuter ist Ava die glücklichen Gesichter der Kinder zu sehen, wenn sie Blumen malen dürfen, kleine Kunstwerke bauen oder Geschichten schreiben.
In ihrer Freizeit verabredet sie sich mit ihrer neuen Freundin Tanu, die ebenfalls in den Slums lebt und bei dem Workshop mithilft.
Und nicht zu vergessen: ihr süßer Chef, Leiter des Workshops, Mats, der nur wenige Jahre älter zu sein scheint als sie. Die beiden verstehen sich gut, unternehmen viel zusammen, er zeigt ihr die schönen aber auch die Schattenseiten seines Landes und gibt ihr noch etwas anderes: Geborgengeit, das Gefühl von Sicherheit in diesem von Menschen und Unrecht überfluteten Gebiet, das für jeden zur Todesfalle werden kann. Doch Kenia ist auch noch etwas anderes: eine Explosion von Farben in der unberührten Natur hinter den schiefen Hütten mitsamt Hungersnot und Elend.
Doch da wäre auch noch James Cecil, dem die arme Bevölkerung in den Hütten egal ist und der sich trotzdem die schönsten Prachtbauten leistet, anstatt das Geld dem allgemeinen Wohl zu spenden.
Inmitten dieser ärmlichen Umgebung fühlt sich Ava natürlich ersteinmal von diesem charmanten Reichen angezogen. Doch kann sie über das Leid der Menschen hinwegsehen, die hungern müssen, während sie auf die luxuriösesten Partys eingeladen wird?

Berwertung:

Das Buch war einfach nur megamäßig, supertoll, grandios und phänomenal. Es gibt gar nicht so viele Worte für das Besondere an dieser Geschichte!
Zuerst: ich finde es gut, dass Ellen Alpsten auf eine wunderschöne Art und Weise das Traurige mit dem Schönen verbindet, Schattenseiten anspricht, sie aber versucht wettzumachen mit all den anderen schönen Erlebnissen. Am Ende kommt man sich wirklich vor, als sei man mit Ava einmal quer durch Kenia gereist. Und ich finde - das hat was.
Der Titel passt supergut, er drückt zwar vor allem das Positive in dem Buch aus, aber es sollte ja auch Lust machen, nach Kenia zu reisen und vielleicht sogar das Leben der Menschen dort zu verbessern und nicht nur zu zeigen, wie grausam es manchen dort geht.
"Colours of Africa" passt auch deshalb so gut wie die Faust aufs Auge, weil es wirklich verhältnismäßig viel Umgebungsbeschreibungen gibt, man sich so besser einfühlen kann.
Kurz und gut: es ist einfach so wundervoll geschrieben, mit so viel Poesie und Endrücken - man muss es selbst lesen, um diese Atmosphäre zu spüren. Einfach ein fantastisches Buch!
Empfehlen kann ich es allen, die nicht nur erpicht auf möglichst viel Spannung sind, beziehungsweise auch andere Arten von Spannung bevorzugen, nicht nur die offensichtliche, bei der es immer brutale Messerschlachten oder Verfolgungsjagden geben muss, sondern die auch für Reisegeschichten und Erlebnisbücher zu haben sind!

Alter: all age

 

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Anna (13)

Dienstag, 21. Oktober 2014

Buchbesprechung von Charlotte (16)

Malcolm McNeill

Der Wald der träumenden Geschichten

Fischer KJB


Eines Tages erscheint ein mickriger Säugling im Bücherregal einer kleinen Bücherei (in London?). Zeitgleich zu seinem Erscheinen beginnt das Verschwinden.
Das Verschwinden ist ein Phänomen bei dem beinahe die gesamte Schöpfung unberührt bleibt. Es bezieht sich nur auf eine Sache. Auf uns.
Um diesem Phänomen entgegen zu wirken finden sich die besten Wissenschaftler der Welt zusammen, um nach einer Lösung zu suchen - erfolglos.
Nur ein einziger Mann scheint zu begreifen, dass die Antwort auf die Frage, wie das Verschwinden zu verhindern sei, bei dem Jungen und dem "Wald des Anfangs" liegt.


Meiner Meinung hatte Malcolm McNeill hier eine brillante Idee und hat es zudem geschafft, diese Idee in einer ebenso brillanten Art und Weise in eine Geschichte zu verpacken.
Nachdem ich den Klapptext gelesen hatte, hielten sich meine Erwartungen in Grenzen.
Umso begeisterter war ich, als ich die ersten Zeilen des Buches las ("Vor nicht allzu langer Zeit verbreitete sich ein seltsames Phänomen auf der Erde, das jeder Erklärung trotzte und die Wissenschaftler vor ein Rätsel stellte. Schwerkraft und Elektrizität spielten keine Rolle dabei, und es hatte auch keinerlei Auswirkungen auf Wetter, Meeresspiegel oder Durchschnittstemperatur...").
Diese Begeisterung hielt bis zu letzen Seite an. Der Schreibstil hat mir wunderbar gefallen, die Charaktere sind eindrucksvoll und die verschiedenen Schauplätze (beispielsweise das alte Paris) sind einfach klasse.

Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.
Wer auf Phantasie steht, sollte es auf jeden Fall gelesen haben!




Liebe Grüße, Charlotte (16)


Samstag, 18. Oktober 2014

Mehr als das - Patrick Ness cbt-Verlag

Buchbesprechung von Charlotte (16)

 


Er ertrinkt, wird von den Wellen nach unten gezogen und gegen einen Felsen geschleudert.
Er stirbt und wacht wieder auf, vor dem Haus in England, in dem er und seine Familie gewohnt haben, bevor "das" geschah.
Die Welt ist leer und verstaubt, er ist alleine dort und muss versuchen zu überleben.

Bewertung:

Ich habe das Buch nahezu verschlungen. Der Autor verrät einem am Anfang so wenig, dass man einfach weiterlesen muss, man will wissen was "das Ereignis" war, was der Junge im Kalten Wintermeer macht und wieso die Welt so leer ist.
Es ist zudem wunderbar geschrieben, sodass man beim lesen keinerlei Verständnisprobleme oder dererlei hat.
Mir hat es sehr gut gefallen und ich würde es jedem weiterempfehlen.




Hier kannst du dieses Buch kaufen! 

Liebe Grüße Charlotte (16)