Nominierungen 2017

Der Leseclub Augustiniok ist in der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises.


Freitag, 27. Februar 2015

Buchbesprechung von Helena (13)

We love Fashion - Röhrenjeans und Schulterpolster

Von Maya Seidensticker
erschienen im Loewe Verlag

Lucy wohnt mit ihren Eltern und ihrer Schwester in Berlin. Sie ist modeverrückt und wünscht sich nichts sehnlicher, als in das angesagte Modeinternat zu gehen, auf dem ihre große Schwester Hanna bereits ist. Dann ist es endlich so weit, sie fährt mit ihren Eltern zum Internat. Sie ist beeindruckt, es sieht aus wie ein Schloss und hat eine riesige Parkanlage. Sie lernt gleich ihre Zimmergenossin Laetizia kennen und die beiden kommen gut miteinender aus. Sie ist sehr glücklich, aber sie muss noch eine Aufnahmeprüfung schaffen bevor sie hier "leben" darf. Eigentlich war geplant, dass Lucy und Laetizia zusammen ein Outfit vorbereiten und gegen zwei Jungs antreten aber sie erfahren, dass nur noch wenige Plätze frei sind. So sind Lucy und Laetizia plötzlich Rivalinnen. Es passieren noch viele kuriose Dinge von Zeitreise bis zum 80er Konzert.
Mir hat das Buch gefallen, weil ich die Idee mit der Zeitreise gut finde und was sie in den 80er-Jahren erlebt. Aber auch was im Internat passiert, die Prüfung, die Vorbereitung hat mir gefallen.




Gelesen von Helena (13)

Dienstag, 24. Februar 2015

Buchbesprechung von Charlotte (16)


T.R.O.J.A. Komplott

von Ortwin Ramadan
aus dem Coppenrath Verlag

Seit der Gesundheitsreform tragen alle amerikanischen Bürger Nanobots in ihrem Körper.
Diese kontrollieren ihre Gesundheit, können Krankheiten frühzeitig erkennen und nehmen sogar kleine Operationen vor.
Die Fähigkeiten dieser kleinen Roboter nutzt das streng geheime T.R.O.J.A.-Projekt für sich.
Sie zapfen den Sehnerv ihrer Zielpersonen an und können sie so rund um die Uhr durch deren eigene Augen beobachten.
Als Nico für das Projekt rekrutiert wird, ist er noch hell auf begeistert. Endlich ist er FBI-Agent.
Doch schon bald kommen ihm Zweifel.


Auch wenn ich Dystopien nicht so gerne lese, hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Die Idee, das Thema hat mich überzeugt und auch die Schreibweise des Autors war schön zu lesen.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!


Alter: ~ ab 15

Charlotte (16)

Montag, 23. Februar 2015

Buchbesprechung von Charlotte


 Beastly

von Alex Flinn
aus dem Baumhaus Verlag


Eine moderne Adaption von "Die Schöne und das Biest".
Kyle Kingsbury ist ein arroganter reicher Schnösel der sich am Leid "hässlicher" Menschen erfreut, doch damit soll nun Schluss sein.
Als Strafe für sein furchtbares Verhalten wird er verflucht und muss nun als Biest durch die nächtlichen Straßen New Yorks ziehen.

Die Geschichte " Die Schöne und das Biest" mochte ich eigentlich nie so wirklich. Ich fand sie immer komisch und konnte nicht nachvollziehen wie man sie seinen Kinder vorlesen kann.
Doch diese moderne Fassung hat mich echt überzeugt. Es ist natürlich immer noch alles märchenhaft und manchmal merkwürdig, aber die Autorin hat die einzelnen Elemente wirklich gut in die heutige Zeit eingefügt.
Sie schreibt sehr schön und emotional, ich hatte das Buch in Kürze durchgelesen.
Wer Märchen mag, soll das Buch auf jeden Fall lesen!


Alter: ~ ab 14


Charlotte (16)

Sonntag, 22. Februar 2015

Buchbesprechung von Alisa (16)

Antlantia 

von Ally Condie aus dem FJB Verlag


Ich will an dieser Stelle erwähnen, dass ich die Erfolgstrilogie „Cassia und Ky“ nicht gelesen habe und „Atlantia“ darum mit einer neutralen Erwartungshaltung begann.
Was mir an dem Buch gefallen hat, war vor allem die innovative Idee einer Unterwasserstadt mit eigener Religion und faszinierender Architektur. Die Vorstellung, ganze Meilen von der Oberfläche entfernt zu sein, war aufregend und beängstigend zugleich, und gab meinem Kopfkino ordentlich Zündstoff.
Ein weiterer positiver Aspekt war für mich die Beziehung zwischen den beiden Schwestern Bay und Rio. Rio, die Maschinistin mit der Sirenenstimme, die eigentlich immer nur das „Oben“ sehen wollte und Bay, die Priesterin mit dem sanften Herzen, die Atlantia über alles liebt.
Rios Verstörung und ihre Verletztheit, als die geliebte Schwester sie verlässt, um selbst nach oben zu gehen, waren sehr authentisch geschildert. Alles in allem hat das Buch eine Reihe schöner Ideen zu bieten – die drei Wunder, die eisernen Bäume, der unaufgeklärte Mord an ihrer Mutter – die meiner Meinung nach jedoch nicht packend genug umgesetzt wurden.
Ich bin mir nicht sicher, ob es an dem monotonen, leichten Schreibstil lag, an den flach bleibenden Charakteren oder an der fehlenden Spannung, aber mitreißen konnte mich „Atlantia“ leider nicht.
Die Liebesgeschichte zwischen True und Rio war in meinen Augen so nichtssagend und austauschbar, dass man sie gut und gerne weglassen hätte können.
Dennoch habe ich das Buch sehr schnell zu Ende gelesen, es eignet sich sehr gut dafür, abzuschalten und sich ohne große geistige Anstrengung auf den Meeresgrund entführen zu lassen.
Auch glaube ich, dass mir „Atlantia“ deutlich mehr zugesagt hätte, wenn ich noch jünger wäre. Ich würde das Buch daher für Jugendliche zwischen zwölf und vierzehn Jahren empfehlen.



Alisa (16)



Montag, 16. Februar 2015

Buchbesprechung von Marlene (13)

Hallo,

hier kommt meine Rezension zum Buch

 

"Rosen und Seifenblasen - verliebt in Serie"

 

von Sonja Kaiblinger aus dem Loewe Verlag


Die 14-jährige Abby ist genervt: Ihre Schwester ist süchtig nach der Seifenoper "Ashworth Park". Abby und ihre Freundin Morgan können sich über die Geschichten rund um die englische Adelsfamilie Ashworth nur kaputtlachen. Als Abby  auf unerklärliche Weise selbst in der Serie landet, findet sie das Ganze nicht mehr so lustig. Tag für Tag zur selben Sendezeit beginnt sie zu flackern und findet sich kurz darauf in Ashworth Park wieder. Sie steht nun selbst im Zentrum von Intrigen, Liebschaften und Familiengeheimnissen. Und zu allem Übel verliebt sich auch noch Serienschönling Julian ausgerechnet in Abby. Das Chaos ist vorprogrammiert...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Allein schon das Cover fand ich lustig und ansprechend gestaltet. Der Inhalt ist verständlich und gut geschrieben, ich konnte mir die Personen gut vorstellen. Ich habe das Buch sehr schnell gelesen, es fesselt einen und man fühlt sich, als wenn man selbst in der Serie ist. Das Buch ist ziemlich dicht geschrieben, mir wurde es nie langweilig. Man muss dazu sagen, es ist nicht wirklich spannend geschrieben, was auch nicht zum Buch gepasst hätte. Ich empfehle es für Mädchen, da es eine Liebesgeschichte ist.

Alter: ab 13

von Marlene (13)

Samstag, 14. Februar 2015

Buchbesprechung von Anna (13)

Einmal von Morris Gleitzman aus dem CARLSEN- Verlag


Seit nunmehr drei Jahren und acht Monaten lebt der neunjährige Felix in dem abgelegenen katholischen Waisenhaus. Seine Eltern haben ihm erzählt, er käme zu Mutter Minka, damit er gut versorgt sei. Wenn sie die Probleme mit ihrem Job wieder im Griff hätten, würden sie ihn zurückholen, ganz bestimmt. Für Felix ist es nur seltsam, dass er in einem katholischen Waisenhaus untergebracht wurde, wo er doch jüdisch ist. Und warum in einem Waisenhaus, seine Eltern sind doch gar nicht tot, wie die von allen anderen hier!?
So lebt er mit den anderen Kindern vor sich hin, schlägt sich mit der fiesen Jungen-Gang herum, die die Schwächeren tyrannisiert und dabei erfährt er so manche traurige Geschichte von den anderen, den Neuen im Heim, die gerade erst ihre Eltern verloren haben, bei einem Autounfall, einer Lawine, einem Mord. Er macht sich keine Gedanken darüber, ja, für ihn ist es sogar sonnenklar, dass seine Eltern ihn irgendwann abholen kommen, weg aus diesen bescheidenen Verhältnissen, zurück in die Heimat, nach Polen, wo seine Eltern einen Buchladen betreiben. Doch dann tauchen seltsame Männer im Heim auf, die Bücher verbrennen und judenfeindliche Bemerkungen machen. Zuerst versteht er die Welt nicht mehr. Was ist so schlimm an Juden? Was finden sie nur? Doch dann erkennt er die Gefahr für seine Eltern und reißt aus. Auf dem Weg begegnet er Zelda, deren Familie auf tragische Weise ermordet wurde. Und langsam muss er lernen, zu verstehen, was wirklich los ist, was wirklich mit seinen Eltern geschehen ist...


Ich muss leider klipp und klar sagen, dass ich eigentlich nicht sonderlich begeistert von Büchern über Kriege und völkerfeindlichen Geschichten bin. Diese hier hat aber sehr schön eine Anspielung auf die Unschuld der Kinder, diese naive und doch irgendwie süße Sichtweise, die ihnen manchmal hilft, aber manchmal eben auch zum Verhängnis wird. An manchen Stellen war mir wirklich zum Heulen zumute, mit diesem kleinen Jungen, der niemandem etwas getan hatte und der trotzdem schon so früh von dem eigenen Schicksal übermannt wird. Und es war berührend, wie hilfsbedürftig er selbst zwar war, aber trotzdem die Hoffnung nie aufgegeben hat. Es war so melancholisch, aber trotzdem mit viel Hintergrund und sehr tiefgründig. Es war auch mal eine andere Geschichte darin versteckt, diese war genauso dramatisch und gleichzeitig traurig, aber auch so herzzerreißend schön - man muss es einfach lesen. Ein richtig schönes Buch, trotz der tragischen Hintergrundgeschichte, ein Buch, das Gänsehaut beschert und zum Nachdenken anregt!




Alter: all age

Anna (13)

Hier kannst du dieses Buch kaufen!

Donnerstag, 12. Februar 2015

Das wirst du bereuen

von Amanda Maciel aus dem BOJE- Verlag

 

Vieles ist kompliziert.

Vieles ist schwierig.

Manches ist unerklärlich, manches logisch erklärbar.

Aber bei diesem Fall stoßen selbst Mathematiker und Psychologen an ihre Grenzen: Emma Putnam.
Sana und ihre ehemalige beste Freundin Brielle müssen sich vor Gericht verantworten weil ihnen vorgeworfen wird, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und so in den Tod getrieben zu haben. Aber war es nicht SIE, die sich an Saras Freund herangemacht hat? War es nicht SIE, die alles an sich gerissen hat, Sympathien, einfach alles? Trägt dann nicht SIE allein Schuld?
Für alle schwierig zu beantworten, da Sara und Brielle immer noch dieser Meinung sind und darauf beharren, sich aber alle gegen sich richten, andererseits aber auch niemand die Wahrheit weiß, weil niemand mit der "Schlampe" Emma geredet hat. Was nun?
Für Sara und Brielle ist der Fall klar: selbst schuld.
Doch sie können nicht leugnen, dass die Geschichte auch ihr Leben verändert hat und einen unüberwindbaren Keil zwischen sie geschoben hat...

Es war wirklich mal etwas anderes, das die Geschichte nicht nur aus der immer gleichen Opferrolle geschrieben ist, sondern auch mal "die böse Seite" die Täterrolle, die alles noch mal aus einem ganz anderen Licht erscheinen lässt, beleuchtet. Das war wirklich mal eine andere Sichtweise, die auch zum Nachdenken angeregt hat und viele Fragen, auch an den Leser, gestellt hat. Darum finde ich es schon mal sehr gelungen. Trotz ihrer Tat, erscheinen einem die beide Hauptfiguren Sara und Brielle auf eine seltsame Art fast schon sympathisch und man kann durchaus ein Stück weit ihren Ansatz zu dieser Sache verstehen, natürlich nicht im Sinne von Rechtfertigung aber sie regen den Leser zum Nachdenken an. Das Cover war irgendwie nicht einfallsreich, hat aber genauso gut gepasst wie der Titel. Allein schon die Geschichte und dann auch der Schreibstil waren wirklich berührend. Ich hatte wirklich viele Gänsehaut- Momente.
Mich hat dieses Buch lange nicht losgelassen und ich habe viel darüber nachgedacht. Trotz einiger Mängel wie z.B. die Sprache, die an manchen Stellen zu einfach ist und das Cover, das sehr langweilig gestaltet wurde, diese haben sich aber nicht weiter verschlechternd auf den Rest des Handlungsverlaufes ausgewirkt. Es ist ein gelungenes und tiefgründiges Buch, das mich sehr zum Nachdenken bewegt hat!


Alter: all age

Buchbesprechung von Anna  (13)

Montag, 9. Februar 2015

Rain - Das tödliche Element von Virginia Bergin aus dem KJB Verlag

Buchbesprechung von Katrin (16)






Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich hohe Erwartungen an diesen Thriller hatte, da der Klapptext und die Rückseite des Buches sehr gut geklungen, und mich sofort gefesselt haben. Ich muss jedoch sagen, dass ich leider enttäuscht worden bin ...
Die Geschichte ist zwar wirklich gut, doch sie wurde einfach nicht gut genug ausgebaut. Die Protagonistin ist in etwa in meinem Alter und wirkt einigermaßen sympathisch, aber trotzdem konnte ich Ihre Handlungen manchmal einfach nicht nachvollziehen. Leider weckten auch die dramatischen Szenen im Buch nicht wirklich, Emotionen in mir hervor. Ich weiß nicht wie ich das begründen kann, aber irgendwie schafft es die Autorin nicht.  Der Schreibstil wurde extra "jugendlich" gewählt (es ist eine Art Tagebuch aus Ruby's sicht), allerdings ist er meiner Meinung nach zu einfach und wirkt sehr kindlich. Schimpfwörter werden mit Schmetterlingen dargestellt, dies hat zwar einen Grund, aber es ist total nervig und deshalb wirkt das Buch als wäre es für ein Kleinkind geschrieben ...
Um nochmal auf die Geschichte zurückzukommen : auch diese ist kindlich beschrieben und zieht sich unnötig lange. Es passiert im Grunde genommen immer das Selbe und eine Spannung kommt nicht wirklich auf. Zwar bleibt das Ende offen, doch das war irgendwie bei der fehlenden Handlung klar und das einzig mögliche ...
Trotzdem würde ich mir den zweiten Teil ganz bestimmt nicht kaufen!
Fazit: Ich bin wirklich ziemlich enttäuscht von diesem Thriller und frage mich immer mehr, für wen dieses Buch geschrieben sein soll, bzw. für welche Altersgruppe: Meine Altersgruppe ist schon zu alt, aufgrund des kindlichen Schreibstils, für Jüngere ist die Geschichte dann aber doch zu krass. Also kann ich den Thriller trotz der vielversprechenden Aufmachung leider nicht weiterempfehlen.