Nominierungen 2017

Der Leseclub Augustiniok ist in der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises.


Freitag, 31. Juli 2015

Zeitsplitter - Die Jägerin




Marina steht am Anfang: Sie ist reich, beliebt und verliebt in einen hinreißend attraktiven Jungen.

Em ist am Ende: Sie ist seit Jahren auf der Flucht, seit Monaten in einer winzigen Zelle eingesperrt, wird beinahe täglich verhört.

Die beiden Mädchen haben nichts gemeinsam, außer der einen Sache: Sie sind ein und dieselbe Person. Vier Jahre trennen sie. Vier Jahre, in denen die Welt an den Rand des Abgrunds gerät. Doch Em bekommt die Möglichkeit, durch eine Zeitreise die Vergangenheit zu ändern. Nur ist der Preis, den sie dafür zahlen muss, schrecklich ...



Das Buch "Zeitsplitter - Die Jägerin" von Cristin Terrill beim Boje Verlag ist ein relativ trauriger Roman über Zeit, Zeitparadoxien, Aufopferung und Liebe aus zwei Sichten. Aus der Sicht von Marina und Em, die völlig verschieden und doch die gleiche Person sind.
Manchmal muss man Stellen zweimal lesen, doch eigentlich ist es leicht verständlich geschrieben.




Gelesen von Ronja (12)

Donnerstag, 30. Juli 2015

Killing Butterflies

M. Anjelais

Chickenhouse Verlag

Als Sphinx´ und Cadence´ Mütter noch Kinder waren, schworen sie sich, dass ihre beiden Kinder Sphinx und Cadence später einmal heiraten würden. Dieser Gedanke ist zumindest soweit aufgegangen, als dass es diese zwei Kinder überhaupt gibt: Sphinx und Cadence.
Doch schon im Kindergarten sind die beiden unterschiedlich wie Tag und Nacht: Sphinx erwärmt mit ihren herzliche Art alle Herzen der Menschen und ist eher zurückhaltend und schüchtern, Cadence stummer Blick aus den eisigen Augen genügt schon, um selbst Erwachsene verstummen zu lassen.
Eines Nachmittags an ihrem gemeinsamen Geburtstag, beobachten die beiden Schmetterlinge im Garten und Spinx erfreut sich an deren leichten Flügelschlag und schönen Farbe. Doch mitten in Sphinx Glück tötet Cadence den Schmetterling, der auf ihrer Hand saß.
Viele tun es als Unfall ab, der kleine Junge habe ja nicht gewusst, was er tat.
Doch schon mit ihren zarten sieben Jahren versteht Sphinx, dass das nicht der vollen Wahrheit entspricht; sie war dabei und hat genau gesehen, dass er es absichtlich getan hat, er wollte den Schmetterling töten. Doch es bleibt immer noch die Frage, warum. 
Diese seltsame Art setzt sich auch in der Schule fort, Cadence spricht kaum mit jemandem und erdolcht nur alle mit seiner abweisenden, kalten Art und dem eisigen Blick. Trotzdem bleiben die beiden durch ihre Mütter, die weiterhin den Wunsch hegen, die beiden zusammen zu bringen, hin und wieder in Kontakt.
Dann der fatale Ausrutscher: Cadence verletzt Sphinx knapp unterhalb des Auges mit einem Messer und dabei ist er schon bedeutend älter. Nun kann niemand mehr behaupten, er wisse nicht mehr, was er tat und so ziehen Cadence und seine Mutter weg. Einige Jahre herrscht Funkstille, bis kurz nach Sphinx achtzehntem Geburstag der Anruf eintritt: Cadence ist totkrank, er möchte Sphinx noch einmal sehen und von Neuem kochen wieder alle Emotionen hoch...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es einfach diese Bindung zu jemanden beschreibt, den man schon ewig kennt und das mit all den Enttäuschungen, Narben und gemeinsamen Momenten. Natürlich wird hier ein Extremfall beschrieben und irgendwie wird einem auch beim Lesen klar, dass es nicht immer von Nachteil ist, "normal" zu sein. Wer das Buch liest, wird das verstehen.
Die Handlung war gut ausgewogen, damit meine ich genug Spannung, Action, Freundschaft, Drama, Emotion, für alles war gesorgt.
Sphinx war mir im Gegensatz zu Cadence sympathisch, genau wie die Protagonisten in "Sternenseelen - Wenn die Nacht beginnt" von Kerstin Pflieger aus dem Goldmann-Verlag, und ansonsten war mir nichts Negatives aufgefallen, das erwähnt werden müsste.
Cover und Titel haben gut gepasst, auch mit den versteckten Gesichtern und somit gibt es nicht viel auszusetzen.

Ab 13

Gelesen von Anna (13)

Freitag, 24. Juli 2015

Der Beweis, dass es ein Leben außerhalb meines Zimmer gibt

 Melissa Keil

cbt Verlag



Sam Kinnison ist ein Geek - und glücklich. Er liebt Horrorfilme, seine Nerd-Freunde und World of Warcraft und solange Prinzessin Leia nicht höchstpersönlich auftaucht, sind ihm Mädchen völlig egal. Dann trifft er Camilla. Camilla ist wunderschön, unglaublich nett und wird in seinem Leben
absolut keine Rolle spielen, denkt Sam. Doch Camilla sieh das anders. Sie wäre gern die Haupt-
darstellerin in Sams Leben. Und das führt nicht nur Sams Drehbuch zu einigem Durcheinander,
sondern stürzt die gesamte Clique in ungewohntes Chaos...


Ich gebe dem Buch 4 Marienkäfer, weil es sehr witzig ist. Es gibt einen Stern Abzug, weil die
große Spannung fehlt.

Ab 11
Gelesen von Benedikt (10)

Mittwoch, 22. Juli 2015

Gedisst

Daniel Höra

Bloomsbury Verlag

Für Alex läuft es im Moment überhaupt nicht rund: generell haben er und seine Clique aus der Plattenbausiedlung im Osten überall, wo sie auftauchen, mit sozialen Vorurteilen zu kämpfen und Melanie, ein Mädchen aus seiner Clique, auf die er steht, gibt sich ausgerechnet mit Ronny, seinem Erzfeind ab, dem Anführer der Gegnergang, den White Boyz.
Doch für einen Typen aus der Siedlung geht es ihm noch verhältnismäßig gut: er kann die Schule besuchen, bewohnt mit seinem Vater, seiner Schwester Nora und deren Freund eine kleine Wohnung, hat mit kriminellen Machenschaften nicht mehr am Hut, als jeder andere hier auch und hat eine überschaubare, aber nette Clique um sich.
Dachte er zumindest bisher.
Denn eines Morgens wird eine alte Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden, in der Alex am Vortag noch war, weil er ihr geholfen hatte, die Einkäufe hochzutragen. Und für alle, selbst die Leute aus seiner Gang, ist klar: Alex ist der Mörder. Drohanrufe, Briefe mit der Aufschrift "Alex ins KZ", ähnliche Schmierereien an Schließfächern und offene Beleidigungen von Schülern auf dem Schulflur werden alltäglich, nur noch seine Schwester und deren Freund, sein Vater, Debbie und Fetcher, ein unscheinbarer Typ, mit dem er zuvor nie groß etwas zu tun hatte, halten zu ihm. Gemeinsam mit Fetcher und Debbie versucht er, den wahren Mörder zu finden, denn dies scheint der einzige Weg zu sein, alle von seiner Unschuld zu überzeugen. Denn: für die Öffentlichkeit, die Polizei und die neugierigen Nachbarn steht der Schuldige schon lange fest: Alex.
Doch es ist nicht einfach und auch nicht ganz ungefährlich, den wahren Mörder zu finden, und die Zeit rennt, denn in nur ein paar Tagen soll Alex´ Gerichtsverhandlung beginnen...

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass es dem Autor gelungen ist, sehr realitätsnah zu schreiben und auch eine authentische Atmosphäre zu erschaffen, was einem gleich geholfen hat, sich in die Situation und generell in die Handlung einzufinden. Verstärkt wurde dieser Eindruck meiner Meinung nach noch durch den sprachlichen Aspekt, denn das ganze Buch ist in Jugendsprache geschrieben, weil ja Alex erzählt und dadurch erschien mir das noch realistischer.
Zu den Protagonisten: ehrlich gesagt wusste ich anfangs nicht, was ich von Alex halten sollte, denn zu Beginn ist er ja noch "einer von ihnen", quasi auch einer dieser harten Typen der Gang und ich muss schon sagen, dass die mir allesamt nicht wirklich sympathisch waren. Natürlich mutiert er nicht zum gefühlsbetonten Softie, aber es ist schon eine deutliche Entwicklung ins Positive bemerkbar. Andererseits macht ihn gerade das sympathisch und grenzt ihn von den "anderen" ab, deswegen fand ich diese Idee gar nicht schlecht. Allgemein finde ich, dass sich gerade viele Jungs, vielleicht so zwischen elf und vierzehn Jahren, gut mit Alex identifizieren können und ihnen das Buch dann nicht langweilig wird. Apropos langweilig, beziehungsweise nicht langweilig: das ganze Buch über lässt sich ein guter Spannungsbogen erkennen, der Höhepunkt ist weder zu früh angesetzt, noch zu spät und es bleibt die ganze Zeit die Frage stehen: schafft er es, den richtigen Mörder zu finden? Schafft er es nicht? Was passiert?
Und genau diese Fragen sollte man sich ja auch bei einem Buch stellen und sie werden allesamt aufgelöst.
Süß fand ich auch die unauffällig eingebaute Nebengeschichte in Form von einer kleinen Romanze zwischen Debbie und Alex: das macht das Buch vielleicht auch für Mädchen noch interessanter zum Lesen. 
Nun zur optischen Aufmachung. Dazu kann ich eigentlich nur eins sagen: gut getroffen!
Der Titel passt wie die Faust aufs Auge und unterstreicht noch mal schön deutlich den teilweise harten Charakter der Szenen und durch die Jugendsprache noch dazu die Aktualität des Ganzen, auch das Bild der Plattenbausiedlung ist gut gewählt, weil es einfach einen Hintergrund für die Geschehnisse liefert und zudem ja auch Handlungsplatz der gesamten Story ist.
Eigentlich gibt es also nichts zu bemängeln, deswegen: auf jeden Fall empfehlenswert!
Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass es Lesern/Leserinnen folgender Bücher gefällt, die einen ähnlichen Charakter haben:
- "Lost Places" von Johannes Groschupf aus dem Oetinger-Verlag
- "Blackout" von Alice Gabathuler aus dem Thienemann-Verlag
- "Schieflage" von Michael Northrop aus dem Loewe-Verlag
Viel Spaß beim Lesen!
Ab 12



Gelesen von Anna (13)

Freitag, 17. Juli 2015

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Lauren Oliver 

Carlsen Verlag




Kann eine einzige Entscheidung dein Leben verändern oder gar beenden, ohne dass du es merkst? Samantha Kingston durchlebt den selben Tag wieder und wieder nachdem sie am Abend des perfekten Valenstinstages nach einer Party bei einem Autounfall ums Leben kommt. Sie ist 7 Tage lang umgeben von immer denselben Menschen, demselben Himmel und denselben Abfolgen von Ereignissen. Doch kann sie diese beeinflussen? Hat sie eine Chance, ihr Leben wieder zurückzubekommen? Oder geht es eigentlich um etwas ganz anderes...

Dieses Buch ist der Hammer! Das Cover mit dem langen Titel hat mich sofort angesprochen. Anfangs war mir die Protagonistin extrem unsympathisch, weil ich sie nicht einordnen konnte und nicht wusste, was ich von ihr halten sollte. Doch das hat sich spätestens nach dem zweiten Kapitel wieder geändert, weil sie sich ab da mit jeder Seite weiterentwickelt hat. Man lernt im Verlauf der Geschichte so viele Facetten der Protagonistin kennen und merkt, wie sie sich erstmals wirlich selbst wahrnimmt und kennenlernt. Sie durchlebt die skurrilsten Situationen, die das ganze Buch unfassbar spannend und fesselnd machen. Rückblickend besteht das komplette Buch aus einem Austausch zwischen den Gedanken der Protagonistin und dem Leser. Die Fragen über das Leben, den Tod und die Frage des "Was kommt danach?" beschäftigen nicht nur die Protagonistin selbst sondern auch den Leser. Beeindruckt hat mich die Tatsache, dass ein komplettes Buch quasi nur aus Gedanken bestehen kann und nebenbei eine total spannende Geschichte erzählt. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall an jeden weiter, der nach einem interaktiven "Randnotizen"-Buch sucht.

 nachdenklich - abwechslungsreich - fesselnd




Gelesen von Merle (16)


Mittwoch, 15. Juli 2015

Alle Augen auf dich

Gina mayer

Script5 Verlag

Jo ist verzweifelt: seine Freundin Myriam Bellinger wurde entführt und niemand hat auch nur einen Hinweis darauf, wo sie sich befinden könnte und bei wem. Es gibt nicht einmal Beweise dafür, ob sie noch lebt oder nicht. Selbst verdächtige Personen im näherern oder weiterern Umfeld gibt es nur zwei: ihren Chef Holm und Jo selbst.
Auch Myriams Schauspielfreundin Lily, mit der sie sich eine Wohnung geteilt hat, ist ratlos. Zur Tatzeit befand sie sich mit der Vermissten in der Wohnung, dem Tatort, war aber gerade unter der Dusche und wurde von den Verbrechern niedergeschlagen.
Allerdings gibt es merkwürdige Parallelen zwischen der realen Entführung und der Handlung der Internetserie "Missing", in der Myriam ebenfalls ein Entführungsopfer gespielt hat.
War es also womöglich ein fanatischer Fan?
Doch die Polizei ermittelt ergebnislos in alle Richtungen und zu Jos Sorge um Myriam kommen noch Schulden in Höhe von 1000 Euro und eine unerwartete Romanze...

Der Gedanke, der hinter der Geschichte steckt, und die Handlung selbst haben mir sehr, sehr gut gefallen, weil es einfach ein neues Thema war und ich noch nie ein Buch darüber gelesen habe. Das finde ich immer spannend und dafür gibt es schon mal einen Pluspunkt.
Die Sprache war ebenfalls "normal", beziehungsweise teilweise in Jugendsprache (bei Jo) und die Charaktere waren auch in Ordnung, zumindest die, die auch sympathisch rüberkommen sollten.
Die Aufmachung des Covers mit dem roten Hintergrund und den weißen und schwarzen Elementen hat mich optisch sehr an "Schattenzwilling" von Katrin Bongard aus dem Oetinger-Verlag erinnert, obwohl die beiden thematisch wenig miteinander zu tun haben.
Mich hat es auch sehr angesprochen, weil ich die ganze Zeit mitfiebern musste, es immer spannend blieb und ich bis zum Schluss nicht ahnen konnte, wie es endet. Als zusätzlicher Kick wurde ja auch noch die kleine Dreiecksbeziehung zwischen Myriam, Jo und Lily eingeflochten, für alle Action-Fans: keine Angst, diese Nebenhandlung wurde nicht übermäßig ausgebaut, sie verleiht allem nur noch so eine Extra-Priese Spannung.
Alles in Allem hat mir dieser Roman rund um Entführung, Alltagsprobleme, Polizei und auch ein bisschen Liebe gut gefallen und ist es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden!

Ab13
Gelesen von Anna (13)

Montag, 13. Juli 2015

Teardrop

Lauren Kate

cbt-Verlag


Eureka und Ander könnten unterschiedlicher nicht sein, mehr noch, sie scheinen aus verschiedenen Welten zu stammen. Und doch verbindet sie mehr, als Eureka je ahnen könnte.
Doch von vorne: Als kleines Kind bekommt Eureka von ihrer Mutter diesen einen Satz gesagt, der sie ihr ganzes Leben verfolgen wird: "Weine nie!"
Und Eureka hält sich daran, selbst, als ihre Mutter stirbt, deren Auto von einer mysteriösen Riesenwelle auf einer Brücke erfasst wurde, um deren Ursprung heute noch Wissenschaftler aus aller Welt rätseln, und die sie mit ins Meer gerissen hat. Eureka überlebte diesen "Unfall" nur knapp. Weshalb?
Das soll sie um keinen Preis der Welt erfahren und auch Ander hütet sich davor, ihr ein Sterbenswörtchen zu verraten. Dabei bleibt es auch eine Weile, bis sich Ander und Eureka wieder begegnen, auf einer verlassenen Landstraße, auf der Ander in Eureka hineinrast. Es ist nur Blechschaden, und trotzdem vergießt Eureka eine einzige Träne. Bevor sie weiß, wie ihr geschieht, wischt der fremde, schöne Junge ihr die Träne weg: woher weiß er über sie Bescheid?
Als Ander sie in die Stadt fährt, wo sie beide an einem wichtigen Turnier teilnehmen sollen, erkennt sie immer mehr Gemeinsamkeiten, und dass der fremde Junge mehr über sie weiß, als ihr lieb ist.
Doch woher? Und warum scheint er ihr etwas Wichtiges zu verschweigen?
Eureka spürt, die Zeit drängt und bald wird es zu spät sein.
Die Frage ist nur: zu spät wofür?!


Mir hat dieses Buch sehr gefallen, weil es einen mystischen Charakter hat und trotzdem noch ansatzweise realistisch wirkt, weil Eureka eben sonst einfach ein ganz normales Mädchen ist.
Eureka war mir auch sehr sympathisch, eben weil sie ganz normal ist und ich mich gut mit ihr identifizieren konnte. Die Handlung war logisch aufgebaut und gut nachvollziehbar, Eurekas Fragen werfen auch beim Leser Fragen auf und so wird es immer spannender.
Im Hintergrund spürt man von Anfang an etwas Unheilsvolles, irgendetwas kommt noch, aber man weiß eben nicht was und das macht es schier unerträglich und man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ab und an weiß man als Leser jedoch schon etwas mehr als Eureka und möchte sie am liebsten davor warnen, daraus folgt natürlich mehr Mitgefühl und generell mehr Emotion in der Geschichte, als sowieso so schon zwischen den Zeilen steht.
Auch die Grundidee des Buches ist genial: eine Welt, in der man nicht weinen darf und in der es von mystischen, unerklärlichen Dingen und Zauberei nur so wimmelt, ist unheimlich und irgendwie auf eine düstere Weise märchenhaft. Eureka mit ihrem gegensätzlichen, herzlichen Charakter schafft da einen gekonnten Kontrast zu dem tristen Umfeld der Welt, in der sie lebt und macht sie umso sympathischer und zu etwas Besonderem.
Das Cover des Romans hat mich durch die außergewöhnliche Aufmachung direkt angesprochen und passt, finde ich, nach wie vor dem Lesen perfekt zum Buch, auch der Titel ist gut gewählt. Die gesamte inhaltliche Erscheinung des Buches hat mich teilweise etwas an "Der Kuss der Sirene" von Mandy Hubbard aus dem Ravensburger-Buchverlag erinnert, weil in diesem Buch eben auch ein völlig "normales" Mädchen eine besondere Gabe hat. Andererseits ist das natürlich eine komplett andere Handlung und ich möchte auch nicht auf irgendeine Weise darauf anspielen, dass der eine vom anderen irgendetwas kopiert hätte, vielmehr möchte ich auf die Magie bei diesem Buch zu sprechen kommen, die besondere Verbindung zum Element Wasser macht sie einzigartig und vielleicht habe ich dabei auch die Verbindung gesehen.
Fest steht jedoch: es ist ein supergutes Buch, das ich auf jeden Fall Mädchen zwischen dreizehn und fünfzehn Jahren empfehlen würde!
Ab 13


Gelesen von Anna (13)

Samstag, 11. Juli 2015

Die Farben des Blutes - Die rote Königin

Victoria Aveyard

Carlsen Verlag


Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Rot oder Silber entscheidet, wer du in dieser Welt bist. Die Roten sind dazu da, den mächtigen Silbernen zu dienen, für die Silbernen sind die roten nichts, denn sie besitzen keine übernatürlichen Kräfte. Mare, eine Rote, geboren am Rande von Stilts, ist siebzehn und steht kurz davor, berufen zu werden, in einen Krieg, für einen König zu kämpfen, dem sie egal ist und dem ihr Tod nichts bedeutet. Mit dieser Situation hat sie sich schon abgefunden, denn sie hält selber nicht von sich. Sie ist eine Diebin, die ihrer Familie nur Schande und Ärger bringt, also ist es sowieso besser, wenn sie geht. Doch als ihr bester Freund auch berufen wird, versucht sie alles um es zu verhindern, jedoch ohne Erfolg.
Als sie plötzlich für ein Fest zu Ehren des Königssohns als Dienerin engagiert wird, passieren seltsame Dinge. Sie überlebt einen tödlichen Unfall, bei dem sie mit Sicherheit gestorben wäre, mithilfe übernatürlicher Kräfte, die eine Rote eigentlich nicht haben darf. Weil der König keinen Aufstand haben will, gibt er sie als eine verschollene Nichte aus und verlobt sie mit dem Prinzen. Doch Mare wäre nicht Mare, wenn sie sich das alles gefallen lassen würde. 

 Am Anfang der Geschichte ist mir Mare sehr naiv und dümmlich vorgekommen. Sie wirkte auf mich ein wenig selbstsüchtig und spielt mit ihren Leben. Doch als das Leben ihrer Liebsten bedroht wird, ist sie bereit, alles dafür zu riskieren. Sie ist mutig und deshalb überlegt sie nicht lange und begeht dadurch Fehler, die katastrophal sind. Aber als etwas mit ihr passiert, ergreift sie die Chance und tut alles, was nötig ist, um ihre Familie zu beschützen.

Die Handlung ist sehr spannend erzählt, beim Lesen war mir nie langweilig. Der Schreibstil ist einfach aber es passt super zu Mare und ihre Welt. Im Laufe der Geschichte gefällt mir Mare immer besser. Sie wird selbstbewusster und weiß, wie sie das bekommt, was sie will. Die Liebesbeziehung ist überhaupt nicht kitschig und war für mich nur ein Extra. Für mich geht es in dem Buch vielmehr um die Revolution. Wie bei "Die Tribute von Panem". Es erinnert mich auch sehr an "Die Beschenkte" von Kristin Cashore, eine tolle Fantasy-Welt mit starken Charakteren, die sehr real wirken
Einige der Charaktere wie z.B. ihr bester Freund werden mir ein wenig zu kurz und zu oberflächlich beschrieben, das fand ich schade. 

Alles in Allem aber ein klasse Buch! 




Ab 14



Gelesen von Raquel

Freitag, 10. Juli 2015

Wings of Fire

Tui T. Sutherland

Loewe Verlag  

 


Verborgen in einer Höhle, tief im Wolkengebirge, wachsen fünf junge Drachen heran. Eine uralte Prophezeiung besagt, dass sie dem Drachenreich den ersehnten Frieden bringen und die verfeindeten Stämme vereinen werden. Doch bevor die Drachlinge sich ihrem Schicksal stellen können, werden sie von der niederträchtigen Königin Scarlet entdeckt und in ihren Palast verschleppt. Nun muss Clay, der schüchterne Erddrache, seinen ganzen Mut zusammennehmen, um sich und seine Freunde zu befreien. Denn in der Arena der Königin wartet ein scheinbar unbesiegbarer Gegner auf ihn!




Ich gebe dem Buch 5 Sterne weil es fast die ganze Zeit spannend ist.
Es macht Lust, die beiden darauf folgenden Bücher zu lesen. Die Drachenstämme sind sehr gut erklärt.
 
Gelesen von Benedikt (10)