Nominierungen 2017

Der Leseclub Augustiniok ist in der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises.


Sonntag, 28. Februar 2016

Heinrich Ooooh und die Gemüse-Vampire

Hilde E. Gerhard

Thienemann



Was ist nur los im Gespensterhotel? Es kommen keine Gäste mehr. Da haben Heinrich und seine Zwillingsschwester Hannelore die zündende Idee: Statt auf "Geister & Gulasch" setzen sie nun auf "Grün & Gesund". Schließlich achten auch Gespenster, Geister und Skelette auf ihre Gesundheit. Prompt reisen auch schon die ersten Gäste an, darunter eine Vampirfamilie, die sich vegetarisch ernähren will. Da gibt es nur ein Problem: Der Vampiropa kann sich mit der vegetarischen Kost einfach nicht anfreunden. Er hat schrecklichen Hunger und wird zu einer echten Gefahr. 


Das Buch ist eine spannende, humorvolle Grußelgeschichte. Ich finde es sehr lustig und empfehle es jedem ab 8 Jahren.




Gelesen von Bastian 10

Samstag, 27. Februar 2016

Schlusstakt

Arno Strobel

Loewe Verlag 



Eine neue Castingshow läuft an, Germany´s Mega Star, bei der die Teilnehmer auf das harte Leben im harten Gesangsshowbusiness vorbereitet werden sollen. Vicky wird von ihrer Freundin mit zum Casting geschleppt, eigentlich nur zum Spaß. Nie im Leben hätte sie damit gerechnet, weiterzukommen, aber nun, wo die Teilnehmerzahl geschrumpft ist und es auf eine einsame Insel zum Proben geht, wird der Traum immer wirklicher und Vicky wurde angesteckt von der Idee, Sängerin zu werden. Doch auf der abgeschiedenen Insel ist alles anders, als erwartet: Missgunst, Neid und Intrigen unter den Teilnehmern machen Vicky genauso schwer zu schaffen wie der nervige Reporter Daniel, der sie auffordert, Dinge vor der Kamera zu tun oder zu sagen, die sie eigentlich gar nicht wollen, wegen denen sie aber sonst rausgeschmissen werden. So spitzt sich die Lage zu, die Jury trifft unfaire Entscheidungen und Vicky fühlt sich immer mehr hinters Licht geführt. Als dann auch noch Carolin, ihre Mitbewohnerin, tot aufgefunden wird und der Sender einfach weiterdreht, als wäre nichts gewesen, beginnt Vicky, die Sache zu hinterfragen.
Niemand weiß, wer der Mörder ist, aber er muss sich noch auf der Insel befinden...

Bewertung:
Ich habe noch nie zuvor ein Buch von Arno Strobel gelesen, aber ich werde mich vielleicht noch nach mehr von ihm umschauen, weil ich dieses hier regelrecht verschlungen habe.
Angefangen bei der Handlung, die gut aufgebaut, schlüssig und nachvollziehbar, aber dennoch so  geschildert war, dass es bis zur letzten Seite spannend blieb, über den Erzählstil im Allgemeinen, der richtig Bilder vorm geistigen Auge erscheinen ließ, ohne dabei kitschig zu wirken oder sich zu lange an Kleinigkeiten aufzuhalten, bis hin zu den Charakteren, die eindeutig sehr vielschichtig und gut durchdacht dargestellt wurden. So gab es im Lauf der Geschichte immer mehr Verdächtige, weil immer mehr Menschen dazukamen, die alle irgendwie ein Geheimnis bargen, einfach genial.
Zudem finde ich das Cover sehr gelungen, weil es schlicht ist, dennoch ein bisschen was über das Buch verrät, nämlich den Schauplatz, und es schafft, gleichzeitig die schöne, paradiesische und die düstere Seite zu zeigen. Und dann noch der passende Titel in weiß in einer coolen Schirftart, rundum gelungen.
Für mich schafft es der Autor auch, zwischen den Zeilen eine Art Kritik an Fernsehsendungen auszuüben, weil es meiner Meinung nach ein paar Parallelen gibt: zum Beispiel geht es ja bei DSDS soweit ich weiß auch jedes Jahr auf irgendeine Insel und es gibt immer Zoff zwischen den Kandidaten und ich selbst bin mir oft sicher, dass diese oder jene Szene gestellt war. Außerdem erinnert der Titel der Show Germany´s Mega Star stark an Germany´s Next TopModel und somit wurde auch dieses Konzept hintergründig und indirekt ein wenig in Frage gestellt.

 Alles in allem also ein sehr tiefgründiger, spannender und unbedingt empfehlenswerter Roman!

Ab 14



Gelesen von Anna (14)

Donnerstag, 25. Februar 2016

Die Wunschbox - Das Geheimnis des Professors

Martyn Ford 

Loewe


Stell dir vor, du könntest alle deine Wünsche wahr werden lassen!

Als Tim das erste Mal auf Professor Eisenstein und seine merkwürdige Kiste trifft, ahnt er nicht, was für eine wundersame Erfindung er in der Hand hält. Der schrullige Professor hat eine Wunschbox erschaffen: Alles, was man sich vorstellt, erscheint darin! Zum Beispiel Würstchen. Oder ein Raketenrucksack. Oder ein winzig kleines, sprechendes Äffchen namens Phil, das ganz verrückt nach Schokolade ist. Das coolste Spielzeug der Welt oder eine unberechenbare Gefahr? Plötzlich verschwindet der Professor spurlos und Tim macht sich auf die Suche nach ihm. 

Das Buch ist sehr interessant, lustig und immer spannend. 
Auch der Schreibstil ist sehr gut.


Ab 8



Gelesen von Bastian (10)

Die Glückssucher

Vera Kissel

Dressler Verlag


Lukas Leben ist eigentlich ziemlich normal und stinklangweilig, zumindest im Gegensatz zu dem seines besten Kumpels Birol. In den ersten Tagen der diesjährigen Sommerferien lungert er nur ein bisschen zu Hause rum, weil seine Eltern im Urlaub sind und er tun und lassen kann, was er möchte. Doch selbst das wird ihm irgendwann zuwider und so nimmt ihn Birol mit zu seinen täglichen Ausflügen: zu einem kleinen Strand am Fluss, Autofahren üben im Acker und eines Morgens auch türkische Mädchen und Frauen im Wald absetzen, die für Birol illegal Pilze sammeln, die der dann teuer auf dem Schwarzmarkt vertickt.
Und da passiert es: Lukas hat sich in Gülbahar verliebt, eines der Mädchen, das im Wald Pilze sammeln geht und es hat ihn zum ersten Mal so richtig erwischt. Gül scheint auch auf ihn zu stehen und sie reden öfter miteinander, aber mehr verbieten wohl die strengen türkischen Sitten.
Trotzdem treffen sie sich heimlich und kommen sich näher, doch ist eine Beziehung, der so viele Steine in den Weg gelegt werden, überhaupt möglich?


Meiner Meinung nach war das Buch gut, es war flüssig zu lesen und man hatte keinerlei inhaltliche Verständnisprobleme, da alles klar strukturiert war. Allerdings war die Handlung etwas vorhersehbar, was aber auch daran liegen könnte, dass im Klappentext schon ziemlich viel verraten wird.
Lukas selbst ist soweit ganz sympathisch, allerdings recht durchschnittlich, nicht nur, was seinen Charakter angeht, sondern auch, was den Erzählstil betrifft. Natürlich ist es besonders, dass er Deutscher ist und sie Türkin, aber solche Geschichten gibt es einige und ich habe wahrscheinlich einfach schon zu viele dieser Art gelesen.
Der Titel ist in Ordnung, man kann es ja sowohl auf Lukas, als auch auf die Pilzesucherinnen beziehen und das Cover ist auch okay, allerdings kann ich dabei nicht so wirklich einen Bezug zum Text herstellen. Man könnte beispielsweise besser den Wald im Hintergrund haben und Lukas links und Gül rechts, durch den Zaun getrennt oder so.
Alles in allem ist es aber dennoch ein empfehlenswertes Buch, das zur Unterhaltung dient und vielleicht eher Lesestoff für etwas jüngere Mädchen darstellt.



Ab 12



Gelesen von Anna (14)

Mittwoch, 24. Februar 2016

Solange wir lügen

E. Lockhart 

Ravensburger

Cadence ist das älteste Enkelkind der Sinclairs, einer reichen, perfekten Familie aus Amerika. Somit liegt die besondere Bürde auf ihr, die Familie als Erste weiterzuführen und den Großteil des Familienbesitzes zu erben.
Die Sommerferien verbringt der ganze Clan, alle einheitlich groß, athletisch und blond, jedes Jahr auf der Privatinsel, die eine eigene Welt für sich bildet. Abgeschottet von der Außenwelt ist es wie ein Paradies, gerade für die Kinder: im Meer schwimmen, am Strand Muscheln suchen, so viele Karamellbonbons wie möglich essen und einfach mit den Cousins und Cousinen zusammen sein.
Von den Großeltern und den Müttern werden alle streng erzogen, die Familienehre aufrecht zu erhalten und ordentlich, wie es sich für einen Sinclair gehört, in die Fußstapfen der Vorfahren zu treten. Vor der Öffentlichkeit mimen die Erwachsenen die perfekte Familie, aber gerade in den Ferien streiten sich die Tanten um das Erbe, die Gunst der Eltern und um lauter unwichtige Sachen, was die Kinder mehr und mehr mitbekommen, je älter sie werden.
Mirren, Johnny, Gat und Cadence sind die Lügner, wie sie sich selbst nennen. Vier, die gegen die eingestaubten Familiensitten rebellieren, sich gegen die Mütter auflehnen, die sie alle nötigen, sich vor dem Großvater zu benehmen, um sich als rechtmäßiger Erbe zu präsentieren.
Doch in einem Sommer passiert etwas, das so schlimm ist, dass es selbst die Tanten wieder zusammenschweißt und über das nicht geredet wird. Die Erinnerung an diesen Sommer ist wie ein schwarzes Loch aus Cadences Kopf gelöscht, nur bruchstückhaft kommen die Erinnerungen zurück. Wird sie das düstere Familiengeheimnis ergründen können?

Anfangs hat es, zumindest bei mir, etwas gedauert, bis ich mich in die spezielle Form des Buches eingelesen hatte, weil es irgendwie fast schon in puristischer Gedichtform geschrieben ist, allerdings so passend, dass man sofort immer Bilder im Kopf hat und sich alles vorstellen kann.
Das war große Klasse.
So eine Familiensaga habe ich noch nie gelesen, das ist etwas ganz Besonderes: mystisch, verworren, düster, geheimnsivoll, sehr intelligente Gedankengänge, die zum Nachdenken anregen und eine perfekt aufgebaute Spannung, die durch diese fehlende Erinnerung an den Sommer kreiert wurde.
Ich muss es noch mal sagen, das war erste Sahne.
Die Charaktere genial, die Handlung neu und es ist echt mal ein Roman, bei dem man sagt, er hat einen verändert. Man weint mit der Protagonistin, man zweifelt, man ist genauso verwirrt, man lacht, man gruselt sich. Und als ich mit dem Lesen fertig war, habe ich längere Zeit darüber nachgedacht. Irgendwie zeigt es auch, dass man immer hinter die Fassade eines Menschen schauen kann und dass nicht nur andere eine haben, sondern auch man selbst, was aber manchmal schwieriger zu erkennen ist, als bei anderen. Diese Aussage (nur eine von vielen) finde ich für mich sehr wichtig.
Cover und Titel regen sehr zum Lesen an, ein perfektes Gesamtpaket, das ich vor allem Fans folgender Bücher ans Herz legen würde: "Herz aus Glas" von Kathrin Lange, "Gegen die Gezeiten" von Mia Salberg und "Silver Skye" von Jocelyn Davies


Ab 14




Gelesen von Anna (14)

Sonntag, 21. Februar 2016

Last Secrets - Das Rätsel von Loch Ness

Richard Dübell 

Baumhaus




Eigentlich sind Franziska und Fynn ganz normale 12-jährige Zwillinge. Doch sie haben ein Geheimnis, das sie nur mit ihren Freunden Lena und Cornelius teilen: Sie sind Nachfahren von Eugène Vidocq, dem ersten Detektiv der Welt! Nachts schleicht sein ruheloser Geist sich in ihre Träume und bittet sie um Hilfe: Die Kinder sollen die letzten großen Rätsel der Welt lösen! Ihre erste Aufgabe führt sie nach Schottland zum sagenumwobenen Loch Ness ... 

Dies ist ein abenteuerlicher Roman der viel über Freundschaft, Mut und Vertrauen erzählt.
Ab 10 Jahren.
 




Gelesen von Bastian 10

Simpel

Marie-Aude Murail

Fischer TB


Das Leben ist ganz einfach furchtbar kompliziert
Der 17-jährige Colbert und sein Bruder Barnabé sind auf der Suche nach einer Wohnung und stellen sich in einer Studenten-WG vor. Grundsätzlich wäre das kein Problem, wenn Barnabé, genannt Simpel, mit seinen 22 Jahren nicht auf der geistigen Entwicklungsstufe eines dreijährigen Kindes stehen würde. Doch die beiden wollen zusammen bleiben, sonst müsste Simpel in ein Heim, und so überzeugen die beiden Brüder die WG-Bewohner, sie aufzunehmen.

Eine spannende, humorvolle und romantische Geschichte. Ich finde das Buch sehr lustig und gefühlvoll. 

Ab 10 Jahren





Gelesen von Bastian 10

Mittwoch, 17. Februar 2016

Mein Bruder ist ein Superheld

David Solomons

Aladin


Lukes einziger Fehler ist, dass er an diesem einen Tag seinen älteren Bruder Zack im Baumhaus zurücklässt, um pinkeln zu gehen. Während er auf der Toilette sitzt, kommen Aliens in einem Raumschiff vorbei und verleihen Zack Superkräfte. Ausgerechnet Zack, der nie in seinem Leben ein Comic-Heft gelesen hat! Der Auftrag: die Welt retten. Doch dafür bleiben den Brüdern nur wenige Tage.

Es ist eine superheldenhafte Geschichte. Anfangs ist sie ein bisschen langweilig. Doch am Ende wird es sehr spannend. Ich enpfehle es allen Comiclesern und Superheldenliebhabern.

Ab 8
                


Gelesen von Bastian 10









Sonntag, 14. Februar 2016

Schicksalstanz, die Töchter der Elfe

Nicole Boyle Rodtnes

Gulliver Verlag


Die drei Schwestern Birke, Rose und Azalea leben seit ihrer Geburt bei ihrem Vater. Früher haben sie immer für den Vater getanzt, bis er einmal während eines Tanzes bewusstlos zusammengebrochen ist. Ihr Vater hat ihnen danach erzählt, dass sie als Töchter einer Elfe mit ihren Tänzen den Zuschauern etwas von ihrer Lebensenergie entziehen, die sie dann selbst zum Leben brauchen. Seither tanzen sie ein mal im Monat vor großem Publikum, um die Energie, die sie von jedem einzelnen Zuschauer nehmen, möglichst gering zu halten. Das geht einige Zeit lang gut, bis Birke, Rose und Azalea immer mehr Energie brauchen...
Ihr Vater hat ihnen immer erzählt, dass sie niemandem von ihrer wahren Identität erzählen dürfen. Sie durften von Kind an nie ins Schwimmbad oder zu einer Übernachtung bei Freunden, da Elfen ein "Loch" im Rücken haben durch das man hindurchsehen kann und keiner dieses "Loch" sehen darf. Doch das Ganze droht aufzufliegen, als sich Birke in den neuen Schüler Malte verliebt und sich heimlich mit ihm trifft.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da mich der Schreibstil der Autorin sehr anspricht.
Anfangs ist es noch etwas unklar, warum sie etwas tun oder nicht tun doch im Laufe des Buches erfährt man immer mehr. Gut finde ich auch, dass man bis zum Ende eigentlich nicht weiß, was genau der Vater eigentlich will und was sein Plan ist. Empfehlen würde ich das Buch ab ca. 13 Jahren.




Gelesen von Svenja (14)

Und plötzlich klopft mein Herz

Kat Spears

cbj- Verlag


Jesse ist ein cooler Junge, wie er im Buche steht: hart, schonungslos, nicht hilfbereit, wenn er nicht selbst einen Nutzen aus einer Sache ziehen kann, bei allen beliebt, aber dennoch unnahbar und kühl.
Und mit seinem ganz besonderne Job hat er seine Schule, den Direktor inbegriffen, im Griff, denn Jesse erledigt wirklich alles, was die "Kunden", also Schüler und Lehrer, wünschen: Drogen auftreiben, Prüfungen fälschen lassen, Losern zu einem Date verhelfen. Alles kein Problem - Jesse bekommt im Gegenzug einen Haufen Geld von den meist verzweifelten Leuten. Und er ist um ein Geheimnis reicher, was ihn relativ sicher davor macht, von ihnen angegriffen werden, immerhin weiß er von ihnen, das sonst niemand weiß.
Das klappt auch soweit gut, bis Jesse von dem schulbekannten Vollidioten von Footballkapitän Ken den Auftrag bekommt, ihn mit der hübschen Bridget zu verkuppeln. Jesse versucht, einen Blick hinter die Fassade dieses scheinbar perfekten Mädchens zu werfen, aber dieses Mädchen ist wirklich perfekt. Trotzdem lernt er sie mehr und mehr kennen, freundet sich sogar mit ihrem kleinen Bruder an und begleitet sie zu ihrer Großmutter ins Altenheim. Er redet sich ein, alles natürlich nur für den Auftrag zu tun, aber irgendetwas ist anders... Jesse ist verwirrt: bisher hatte er immer alles unter Kontrolle, bisher hat er nichts an sich rangelassen. Nun kann er den Gedanken nicht ertragen, dass sich der schmierige Ken an der lieben Bridget vergreift. Was ist nur mit ihm los? Das geht ihn doch alles gar nichts an!
Jesse ist so verwirrt, dass er sogar Streit mit anderen Drogendealern anfängt, verprügelt wird und mehr über sich preisgibt, als er eigentlich je vor hatte und zu allem Unglück scheint auch Ken zu merken, dass Jesse gar nicht soo erpicht darauf ist, ihn mit Bridget zu verkuppeln...


Das Buch ist eine gelungene Lovestory, die zwar durchaus Klischees beinhaltet, diese aber teilweise neu kombiniert, sodass es doch irgenwie spannend wird. Süß, wenn auch etws voraussehbar, fand ich auch diesen Riss in der coolen Fassade, der, und das ist Kat Spears richtig gut gelungen, authentisch wirkte, weil er sich immer noch treu geblieben ist und sich nicht plötzlich komplett verwandelt hat. Das war gut.
Die Namen bedienen natürlich das volle Klischee, genauso wie die Charaktere: Ken, der eingebildete Footballkapitän und Bridget, das perfekte, hübsche Mädchen, das überhaupt nicht eingebildet ist und in das jeder verliebt ist, ohne dass sie etwas merkt. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass vor allem Bridget eine Vielschichtigkeit aufgewiesen hat, die nicht in jeder Lovestory zu finden ist. Natürlich nicht unbedingt mit John Greens Meisterwerken von Charakteren zu vergleichen, aber durchaus wert, es zu erwähnen.
Die Geschichte war gut strukturiert und es war insofern eine neue Handlung, als dass Elemente von verschiedenen mir schon bekannten Geschichten kombiniert wurden: Drogenmilieu, Lovestory mit Dreiecksbeziehung, Probleme zu Hause.
Das Cover war auch ansprechend, genauso wie der Titel, der etwas vermuten lässt, allerdings noch viel Interpretationsfreiraum bietet und vor allem im Nachhinein richtig gut passt.
Eine gelungene Mischung aus Alltagsproblemen, Lovestory und Jesses besonderen Geheimnissen...

Ab 13



Gelesen von Anna (14)