Nominierungen 2017

Der Leseclub Augustiniok ist in der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises.


Donnerstag, 23. Februar 2017

Zusammen werden wir leuchten

von Lisa Wiliamson 

aus dem Fischer-Verlag

Davids größter Traum ist, es ein Mädchen zu sein und obwohl nur seine beiden besten Freunde davon wissen und eigentlich keiner sonst etwas ahnen kann, wird er in der Schule gemobbt.
Leo, der aus einer ärmeren Familie stammt, hat es auf eine Eliteschule geschafft und riskiert sogleich, von der Schule geschmissen zu werden, als er David vor den anderen verteidigt.
Ungewohnt kurz, die Beschreibung, ich weiß, aber ich habe das Buch auch nicht fertig gelesen.
Das Cover hat mich gleich angesprochen, der Titel war irgendwie poetisch und auch der Klappentext verhieß irgendwie Spannung.
Mir ist auch klar, dass die Probleme erläutert werden müssen, mit der Entscheidung eines Jugendlichen, sich dem anderen Geschlecht mehr zugehörig zu fühlen, als dem anderen, aber irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, das sich ein roter Faden durch die Handlung zog. Natürlich kann ich nicht beurteilen, was am Ende passiert ist, aber bis dahin war eher wenig Spannung vorhanden und bei mir kam auch wenig Emotion an, vielleicht auch deshalb, weil David irgendwie so erzwungen anders war.
Naja, jedenfalls eine gute Grundidee, an deren Umsetzung man noch etwas arbeiten müsste.

Ab 14
Gelesen von Anna (15)

Donnerstag, 9. Februar 2017

Das Spiel von Liebe und Tod

von Martha Brockenbrough

aus dem LOEWE-Verlag

Seit jeher spielen Liebe und Tod ein geheimes Spiel: jeder sucht sich einen Menschen aus, der, ohne es zu wissen, dann die Spielfigur in diesem Spiel wird. Bisher hat immer Tod gewonnen, doch das möchte Liebe nun verhindern und sucht sich Henry als Spielfigur aus. Tods Spielfigur ist Flora und sobald die beiden aufeinander treffen, werden die beiden Spieler aktiv und nutzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, ihre Spielfiguren zu manipulieren. Kann Liebe Tod davon abhalten, eine der Spielfiguren zu töten? Und wer gewinnt am Ende - Liebe oder Tod?
Um ehrlich zu sein - meinen Geschmack hat dieses Buch nicht getroffen, worüber ich ziemlich überrascht war. Von Martha Brockenbrough habe ich schon einige Bücher gelesen, die mir alle gefallen haben, nur dieses hier war irgendwie ... seltsam.

Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, warum Liebe und Tod dieses Spiel spielen - gerade Liebe verstehe ich nicht, der zulässt, dass all seine Spielfiguren sterben. Was für einen Sinn hat dieses Spiel?
Tod war mir sehr unsympathisch, aber auch Liebe war nicht wirklich so, wie man sich Liebe als Menschengestalt vorstellen würde. Wie gesagt, alles irgendwie seltsam. Die Spielfiguren waren marionettenähnlich und konnten keinen Einfluss auf das Spiel nehmen - klar, wenn es um übernatürliche Kräfte geht, ist das vielleicht auch schwierig aber irgendwie wäre es lustig gewesen, wenn das Verhalten einer Figur mal einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.
Zudem dauerte es auch ziemlich lange, bis die Handlung mal ins Rollen kam, weil so viel Nebenhandlung noch außen herumgesponnen war, dass man oft vom Hauptthema abkam.
Zuletzt fand ich es auch irgendwie eine traurige Bilanz, dass der Tod stärker ist als die Liebe ... wenn diese Geschichte wahr wäre, würde sich dann überhaupt noch jemand verlieben wollen? 

 
Gelesen von Anna (15)