Nominierungen 2017

Der Leseclub Augustiniok ist in der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises.


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Samstag, 10. Dezember 2016

Wonderland

von Christina Klein 

aus dem Fischer Verlag


Eine Reise ins Paradies endet in der Hölle auf Erden. Thailand. Sonne, Palmen, eine Villa direkt am Strand alles scheint perfekt. Doch als Lizzy am Morgen nach einer Strandparty aufwacht sind sie alle mitten im Dschungel gefangen. Ihre beiden besten Freundinnen, zwei Jungs, die sie unterwegs kennen gelernt haben, sie und Jacob, Jacob, den eigentlich niemand von ihnen kennt und der sie zu dieser Party eingeladen hat.
Nur wegen ihm sind sie in einem Reality Game gelandet, in dem es nur verlieren oder gewinnen gibt, opfern oder geopfert werden. Niemand weiß, wer die Fädenzieher sind und welche Rolle Jacob eigentlich spielt. Lizzy weiß nicht mal, wie lange sie ohne ihre Herzmedikamente noch überleben kann. Sie alle wissen nur eins: Sie müssen bis zum nächsten Tag entscheiden, wer von ihnen das nächste Opfer wird, ansonsten wir irgendjemand geholt und die anderen werden bestraft. Doch was genau bedeutet es eigentlich, für denjenigen, der geopfert wird?


Ein spannender und durchaus realistischer Thriller mit tiefen und abartigen psychologischen Abgründen. Die Idee ist nicht wirklich neu aber dennoch an sich gut. Leider hat mir persönlich die Umsetzung dieser Idee nicht wirklich zugesagt. Auch mit dem Schreibstil hatte ich mich bis zum Ende des Buches nicht angefreundet. Für meinen Geschmack erfährt man unter anderem zu wenig über die Protagonisten selbst, am besten ausgearbeitet wurden noch Jacob und Lizzy, die restlichen wirken ziemlich oberflächlich. Auch das plötzliche Auftreten der „großen Liebe“ erscheint mir in dieser Situation etwas unpassend allerdings war dies auch der einzige Teil des Buches, der wirklich voraussehbar war. Denn trotz meiner Kritik war der restliche Teil spannend erzählt und mit überraschenden Wendungen, bei denen man einfach nur schockiert ist, teils wegen dem Unerwarteten, teils wegen der Brutalität.


Ein guter Thriller, wenn einem der Schreibstil zusagt, von dem man gefesselt ist und eventuell auch danach noch mal darüber nachdenkt.



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Gelesen von Laura (17)

Dienstag, 6. Dezember 2016

Mit anderen Worten: ich

von Tamara Ireland Stone 

aus dem Magellan Verlag

Sam wird von ewigen Gedankenschleifen verfolgt, die sie hindern ein normales und unbeschwertes Leben zu führen. Sie verschweigt ihren täglichen Kampf jedem außer ihrer Familie und ihrer Therapeutin, selbst ihre besten Freundinnen wissen von nichts, denn Sam befürchtet als verrückt abgestempelt zu werden. Erst in der unkonventionellen Caroline findet sie endlich eine richtige Freundin, die sie versteht und mit der sie selbst darüber reden kann. Durch Caroline findet Sam zum ersten Mal sich selbst und wahre Freundschaft in einem geheimen Dichterklub. Dort erlebt sie auch die befreiende Kraft von Worten, die davor nicht wirklich ihre Freunde waren. Als sie beginnt sich in den zurückhaltenden, klugen AJ zu verlieben und endlich auf ihr Glück zu vertrauen, stellt eine unerwartete Entdeckung alles infrage.


Es ist mein neues Lieblingsbuch, eine wunderschöne Geschichte, toll erzählt in einem fantastischen Schreibstil. Ich habe alle Charaktere ins Herz geschlossen, besonders Sam als Protagonistin. Man kann sich total gut in sie hinein versetzen, man fühlt und verzweifelt mit ihr. Von Anfang an fand ich die Idee sehr gut und originell und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil. Ich war begeistert ab der ersten Seite bis zur letzten. Ich habe genauso gern Zeit in der Dichterecke verbracht wie Sam und verstehe ihre Faszination für AJ. Die zarte Liebesgeschichte der beiden ist wunderschön und kein bisschen kitschig und sie steht auch nicht im Vordergrund, was mir sehr gefiel. Im Vordergrund steht Sams Sehnsucht sie selbst zu sein, die Angst nicht akzeptiert und ausgelacht zu werden. Ihre Gedichte und die Therapiesitzungen verstärken den Blick in ihr inneres, dadurch fühlt man nur noch mehr mit ihr. Auch Sams Zwangsstörung wird authentisch und realistisch beschrieben.



Ein tolles Buch nicht nur für Jugendliche. Man ist traurig, wenn es zu Ende ist. Absolut empfehlenswert, mein persönliches Buch des Jahres!  

 

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Gelesen von Laura (17)

Montag, 5. Dezember 2016

Amani

von Alwyn Hamilton 

aus dem cbt Verlag


Die 16-Jährige Scharfschützin Armani lebt mitten in der Wüste in dem Kaff Dustwalk und will ihr Leben lang schon nichts als weg von dort. Als sie dann auch noch ihren Onkel heiraten soll, nimmt sie an einem Schießwettbewerb teil, der ihr ihre Freiheit ermöglichen soll. Dort trifft sie Jin, einen Fremden. Der wird von den Soldaten des Sultans verfolgt, denn er soll zu den Rebellen gehören, die Prinz Ahmed unterstützen, der den Thron seines Vaters stürzen will. Widerwillig werden Jin und Amani Reisegefährten und kämpfen in der Wüste ums Überleben, gegen die Soldaten des Sultans, magische Djinn und eine tödliche Waffe.
Letztendlich steckt Amani mitten in der Rebellion für die Freiheit ihres Landes und in einem Chaos der Gefühle für Jin.


Am Anfang war ich etwas skeptisch gegenüber dieses Buches, da es mir etwas zäh vorkam. Gegen Mitte und vor allem gegen Ende hatte sich das allerdings geändert. Ich war richtig in der Geschichte drin und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Es ist gut erzählt und man kann sich gut in die Protagonistin hineinfühlen.
Die Geschichte an sich gefällt mir gut aber auch die zuerst zaghafte Liebesgeschichte, die zwischen Amani und Jin entsteht, ist sehr schön. Das Buch zeigt auch den niedrigen Stand der Frauen, der in dieser Welt herrscht aber zum Teil auch in unserer, gerade dadurch wirkt die ohnehin schon starke weibliche Protagonistin noch stärker.


Im Großen und Ganzen ein tolles Buch mit einer starken weiblichen Protagonistin in einer Welt, in der Frauen unterdrückt werden.

Es ist eine neue magische Welt und ich bin gespannt auf mehr davon.

 

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Gelesen von Laura (17)

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Worte für die Ewigkeit

von Lucy Inglis 

aus dem Chicken House Verlag


Die 16- Jährige Hope hat so gar keine Lust ihren Sommer in Montana mitten im Nirgendwo auf irgendeiner Pferderanch zu verbringen. Doch gegen ihre herrische Mutter kann sie sich nicht durchsetzten. Erst als sie dort auf Cal trifft, findet sie gefallen daran.
Gleichzeitig spielt eine Geschichte in dem Montana von 1867, dort ist die 16-jährige Emily auf dem Weg zu dem Mann, den sie noch nie zuvor gesehen hat aber heiraten soll. Doch unterwegs verunglückt ihre Kutsche und sie, als einzige Überlebende, wird von dem Halbindianer Nate gerettet, der so ganz anders ist als alles was sie bisher kannte aber ihr doch zeigt auf was es im Leben wirklich ankommt.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, da es durch die Zeitsprünge von Kapitel zu Kapitel nie langweilig wurde. Man kommt durch den tollen schreibstil echt gut in die Geschichte hinein, die Atmosphäre ist echt klasse, ich hatte die Landschaft von Montana bildlich vor mir. Die Protagonisten sind sehr sympathisch gerade auch, weil sie so schön unperfekt sind. Die Handlungen, der beiden Geschichten sind gut mit einander verknüpft, da gerade auch manche stellen parallel laufen. Man kann sich in beide Liebesgeschichten sehr gut hinein versetzen.
Gegen Ende des Buchs hat mir persönlich Emilys Geschichte um 1867 besser gefallen, da für meinen Geschmack irgendwann zu viele Parallelen auftraten und Hopes Geschichte ein bisschen wie ein „Abklatsch“ klang. Doch durch die überraschende Wendung im letzten Kapitel hat Hopes Geschichte doch noch ihren ganz eigenen anderen Weg gefunden.


Zwei sehr schöne und berührende Liebesgeschichten aus verschiedenen Zeiten. Durch den bildhaften Schreibstil wirklich aufregend zu lesen. Ein empfehlenswerter Liebesroman.


 


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Gelesen von Laura (17)