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Donnerstag, 25. September 2014

Widerspruch ist zwecklos oder wie man eine polnische Mutter überlebt

Widerspruch ist zwecklos oder wie man eine polnische Mutter überlebt

Emmy Abrahamson

dtv


Alicja ist ein durchschnittliches 15-jähriges Mädchen, allerdings mit einer polnischen Mutter. Sie leben in Schweden in einem Haus, das an allen Ecken und Enden reparaturbedürftig ist (siehe beispielsweise das Badezimmer, sowie die Küche) und nicht nur das bringt sie regelmäßig fast zum Ausrasten. Ihre Mutter ist auch der Meinung, dass sich verschimmelte Lebensmittel locker noch zum Verzehr eignen, dass Gemüse und Nudeln bis zu einer "perfekten" breiigen Konsistenz zu kochen sind und vieles mehr. Momentan befindet sich ihr älterer Bruder in Indien und ihr Vater auf Geschäftsreise, sodass sie die Zeit allein mit ihrer Mutter meistern muss. Die ist allerdings der Meinung, dass sich nur und zwar wirklich ausschließlich nur polnische Handwerker zur Reparatur ihrer Räume eignen, auch wenn Alicja noch so oft darauf hinweist, dass es illegal ist, polnische Handwerker nach Schweden zu transportieren und diese ohne Aufenthaltsgenehmigung in ihrem Haus einzuquartieren und dort arbeiten zu lassen. "Sag einfach es wären schwedische Handwerker. Ich weiß gar nicht was du für ein Problem hast!" Diesen Satz muss sich Alicja dann anhören und sie weiß, das Widerstand so oder so zwecklos sein wird. Dazu tauchen eines Tages auch noch polnische Verwandte bei ihnen auf und ziehen vorläufig ein. Ihre verrrückte Tante will in Schweden ein neues Leben mit ihrer 13-jährigen Tochter anfangen, die, wie Alicja bald feststellen muss, mehr als nur einen kleinen Dachschaden hat... Außer einer etwas peinlichen Festnahme durch die Polizei, einem irgendwie versehentlichen Verrat an der besten Freundin und der verrücktesten Hochzeit aller Zeiten geschieht noch einiges mehr, was ihr erfahrt, wenn ihr dieses Buch lest!

Bewertung:

Ich muss schon vorab zugeben, dass ich dieses Buch insgesamt dreimal angefangen habe und zweimal nach den ersten zwei Seiten wieder weggelegt habe. Es hat mich aber trotzdem wieder eingefangen und ehe ich´s mich versah, hatte ich es fertiggelesen und war hin und weg! Emmy Abrahamson schreibt in einem Stil, bei dem man auf keiner Seite an mindestens einem Schmunzeln vorbeikommt. Sie schreibt fesselnd und übertreibt oft auch ziemlich, was der Geschichte aber kein bisschen von ihrem Witz und ihrer Leichtigkeit und Lockerheit nimmt. Sie sorgt mit ihren verschiedensten Figuren immer wieder für Lacher und vor allem Überraschungen im Verlauf der Geschichte. Kurz muss ich noch hinzufügen, dass für mich auch das Design immer eine große Rolle spielt. Das Cover hat auch dazu geführt, dass ich es letzten Endes ausgesucht habe, denn es ist witzig, verspricht etwas "fröhliches" und es sticht definitiv heraus, wenn man wahllos (so wie ich) nach Büchern mit interessanten Geschichten forscht. Auch der Titel hat mich sofort neugierig gemacht, schon allein wegen der fast unmöglichen Länge! Unter dem Klappentext stand ebenfalls eine Rezension, in der Boras Tiding meint, die Geschichte liefe wie ein Film ab und ich muss sagen: Damit hat er absolut Recht und das gelingt wirklich nicht vielen! 
Zusammenfassend kann ich dieses Buch nur empfehlen für den Urlaub, langweilige Nachmittage und vor allem verregnete Sonntage!!




Alter:   ab 14 Jahren


Merle (15)