Nominierungen 2017

Der Leseclub Augustiniok ist in der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises.


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Donnerstag, 22. Juni 2017

Vierzehn

von Tamara Bach 

aus dem Carlsen Verlag


Die vierzehnjährige Beh ist zwei Wochen vor den Sommerferien krank geworden und hat ihre Freundinnen nun acht Wochen nicht mehr gesehen. In dieser Zeit hat sich vieles in Behs Leben verändert. So haben sich ihre Eltern getrennt, ihre Freundinnen waren ohne sie im Urlaub und Beh hat jemanden kennen gelernt...

Das Buch ist sehr schmal und mit seinen ca. 100 Seiten schnell gelesen. Dafür erzählt es in einem sehr eigenen Schreibstil so einiges. Allerdings war das Buch für mich etwas zu kurz, so bekommt man zwar einen ganz guten Einblick in Behs Situation, aber nach dem Lesen hatte ich irgendwie das Gefühl, dass etwas fehlte. Als wäre dieser eine Tag einfach etwas wenig. Zum Beispiel in Hinsicht auf ihre Freundinnen. Warum scheint es so, als wären diese ihr nun völlig egal?
Der Schreibstil ist, wie schon gesagt, ein wenig eigen. In ganz kurzen Sätzen wird wirklich jedes Detail dieses Tages erzählt. Das Buch wird aus Behs Sicht erzählt, jedoch wird der Leser immer mit du angesprochen, wodurch das Gefühl entsteht, selbst die Hauptperson zu sein.

 



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Gelesen von Nina

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

von Sarvenaz Tash

aus dem Magellan Verlag


Graham und Roxy wohnen nebeneinander, schreiben zusammen ihre eigene Comicserie und sind schon seit langem die allerbesten Freunde. Graham hat nur ein Problem: er möchte schon seit Monaten Roxy seine Liebe gestehen, wartet aber noch auf den passenden Moment.
Dieser soll auf der New York Comic-Con kommen. Er hat schon alles geplant, doch dann läuft alles anders und zudem lernt Roxy auch noch einen gut aussehenden Engländer kennen...

Das Buch liest sich sehr locker und leicht. Man kann es dadurch in einem Rutsch lesen. Oder man hebt es sich etwas auf. Die Charaktere waren mir total sympathisch und die Gefühlsachterbahn konnte ich gut nachvollziehen.
Da es um zwei Comicfans geht, gibt es viele Begriffe oder Zitate aus Comics, Büchern und Filmen. Ein bisschen Interesse in diese Richtung sollte man also schon haben.
Zum Schluss kann ich sagen, dass ich es schade fand, dass es Althena (die Buchreihe, um die es vorallem geht) nicht bei uns gibt. :)





Gelesen von Nina H.

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Freitag, 16. Dezember 2016

Warten auf Gonzo

von Dave Cousins 

aus dem Verlag Freies Geistesleben




Das Buch ist als Brief geschrieben. Darin erzählt der 15-jährige Marcus Osburne, von seinen Freunden nur Oz genannt, einem gewissen G. die Ereignisse, die passiert sind, als er aus der Nähe von London wegziehen musste, da seine Eltern ein altes Haus auf dem Land gekauft hatten.

Dabei lernt er viele neue Leute kennen, so zum Beispiel Ryan, der in seiner Freizeit gerne Schlachten aus Fantasy-Büchern nachstellt oder Don Skinner, den örtlichen Mafiaboss.

Und irgendwie scheint es, als würde Oz immer genau das Falsche tun, was ihn meist in Schwierigkeiten bringt...



Einer der Gründe, warum ich dieses Buch lesen wollte war das schöne Cover. Ich muss allerdings sagen, das es nicht sehr viel mit dem Inhalt zu tun hat.

Zuerst dachte ich, es ginge nur darum, wie sich Oz in der neuen Umgebung einlebt, so hat mich die Identität von G. und die Geschichte dazu sehr überrascht. Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet.

G.´s Geschichte durch die Augen von Oz erzählt zu bekommen, gibt dem ganzen eine durchaus erfrischende Perspektive und obwohl ich ihn am Anfang nicht so gut leiden konnte, mausert sich Oz im Laufe des Buches zu einem sympathischen Jungen. Es ist sehr süß mitzuerleben, wie er sich auf Gonzo freut.

Die Schwierigkeiten in die er sich bringt, waren für mich leider nicht so lustig, wie erhofft, sondern eher Situationen, in denen ich ihm am liebsten gesagt hätte: „Hey Oz, tu das bloß nicht! Das wird dich doch nur wieder in eine blöde Situation bringen“. Die Sätze, die an jedem Kapitelanfang stehen, fand ich etwas unnötig, da sie aus dem Kapitel entnommen wurden und ich mich so die ganze Zeit gefragt habe, wo denn der Satz jetzt auftaucht.

Der Soundtrack auf der Internetseite des Autors war sehr toll. Er hat es einem ermöglicht, die Lieblingsbands von Oz anzuhören.

Alles in allem ein nettes Buch, dass ich mit 4,5 Stunden Lesezeit auch sehr schnell gelesen hatte.





Gelesen von Nina

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Silfur - Die Nacht der silbernen Augen

von Nina Blazon


aus dem cbj Verlag


Die zwei Brüder Fabio und Tim sind mit ihren Eltern während der Ferien nach Island geflogen. In dieser Zeit wollen sie alle Abstand zu ihrem größten – also eigentlich kleinsten Problem nehmen, denn obwohl Fabio fast 2 Jahre älter ist, so ist Tim doch größer. Doch diesem Komplex entkommt er auch in Island nicht. Tim der sportlicher und auch sonst in Allem besser ist, freundet sich schnell mit Elin an, einem aufgeweckten Mädchen, das von den anderen Kindern gemieden wird. Fabio hingegen kommt am Anfang nicht gut damit zurecht, dass sie ihn `Dvergur´ - Zwerg nennt und ihn damit immer wieder an sein Größenproblem erinnert und hält Abstand von den beiden.
In der Stadt trifft Fabio einen Jungen, der einen Wolfskopf auf  dem Kopf trägt und am See ein Mädchen in goldenen Leggins, doch wie es scheint ist nur er in der Lage sie zu sehen. Und was hat das mit Hansen zu tun, einem Jungen, der behauptet ein Elfenfluch liege auf seiner Familie?

Ich beginne einfach mal mit dem Cover, welches ich super schön und sehr passend zur Geschichte finde.
Nina Blazon schafft es mal wieder, dass man nach dem Genuss des Buches von der Reiselust gepackt wird und am liebsten auch gleich nach Reykjavik fliegen möchte.
In die Geschichte werden die isländischen Mythen sehr schön eingewoben und man lernt auch ein paar isländische Vokabeln die man dann im nächsten Urlaub anwenden kann ;)
Im Laufe der Geschichte setzen sich die liebenswerten Figuren mit ihren Problemen auseinander und lernen mit ihnen umzugehen und an ihnen zu wachsen.
Der Höhepunkt hat mich überrascht - in mehr als einer Hinsicht. Plötzlich war er da. Und auch die Handlung hätte ich so nicht erwartet. Ich freue mich immer wenn so etwas passiert :)
Leider haben sich auch ein, zwei Fehler in den Text eingeschlichen …
Zum Schluss lässt sich sagen, dass Silfur ein sehr schönes, fantasievolles Buch ist, das zwar für eine jüngere Zielgruppe geschrieben wurde, aber auch gut von einem älteren Publikum gelesen werden kann.
Empfehlenswert!

 



Ab 10

Gelesen von Nina