Nominierungen 2017

Der Leseclub Augustiniok ist in der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises.


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Samstag, 1. Juli 2017

Mein Name ist nicht Freitag

von Jon Walter

aus dem Königskinder-Verlag




Amerika zu Zeiten des Bürgerkriegs. Der zwölfjährige Samuel hat früh seine Eltern verloren. Die einzige Familie, die ihm bleibt, ist sein jüngerer Bruder Joshua, den er zu beschützen versucht. Als Samuel eines Tages versucht seinem Bruder aus der Klemme zu helfen, findet er sich auf dem Sklavenmarkt wieder. Sein Name ist jetzt Freitag und er wird als Sklave verkauft. Als Sklave hat er keinerlei Rechte mehr. Sein neues Leben ist hart und niemand darf wissen, dass Samuel lesen und schreiben kann. Diese Gelegenheit nutzt er aus, um allen anderen Sklaven heimlich das Lesen und Schreiben beizubringen. Er findet Freunde, die ihn durch die schrecklich langen Tagen begleiten und ihm helfen sich nicht zu verlieren oder aufzugeben. 

Wir durchleben mit Samuel schwere Zeiten auf der Plantage und fürchten uns vor dem sich bedrohlich nähernden Krieg, der zugleich die Hoffnung auf Freiheit und ein Wiedersehen mit sich bringt.

Jon Walters Schreibstil ist flüssig, authentisch und sehr realistisch. Sein Buch ist wunderschön, traurig und hoffnungsvoll. 


Gelesen von Raquel



Freitag, 23. Juni 2017

Den Mund voll ungesagter Dinge

von Anne Freytag

aus dem Heyne Fliegt Verlag

Eines der besten Jugendbücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe!


Sophie ist wütend auf alles aber vor allem auf ihren Vater, der beschlossen hat, ein neues Leben anzufangen. Er möchte mit Sophie von Hamburg nach München ziehen, zu einer Frau, die Sophie noch nie gesehen hat und die sie bestimmt nicht leiden können wird. Dass ihr bester Freund in Paris lebt und sie jetzt die Neue in der Schule sein wird, die von allen angegafft wird, macht ihr Leben nicht gerade leichter.

Wer bin ich? Ist die Frage, auf die Sophie keine Antwort findet. Irgendwie scheint sie in keine Schublade zu passen. Liegt es vielleicht daran, dass sie ihre Mutter nie kennengelernt hat, oder ist sie einfach kein normaler Mensch? Dass sie noch nie richtig verliebt war, liegt bestimmt daran, dass sie keine Ahnung hat, was Liebe überhaupt ist. Als Sophie auf Alex trifft, hat sie zum ersten Mal das Gefühl, dass auch ihr Leben voller Leichtigkeit sein könnte, wenn sie sich nur trauen würde.

In den ersten fünfzig Seiten hat mich Sophie etwas deprimiert, sie war so negativ eingestellt, es hat mich genervt und ich war wütend auf sie, weil sie niemandem eine Chance geben wollte. Doch als ihr klar wird, wie schön dieses neue Leben sein kann und dass niemand ihr etwas Böses will, lässt sie sich darauf ein. Mit Alex fällt es ihr leichter, über ihre Gedanken zu reden und zu ihren Gefühlen zu stehen, fast so wie bei Lukas, ihrem besten Freund. Dass sie sich jemals einem anderen anvertrauen würde, daran hat sie nie geglaubt.

Ihre Freundschaft zu Lukas ist ehrlich, sie können über alles miteinander reden, ohne Angst zu haben, verurteilt zu werden. So eine Freundschaft verträgt die hässliche Wahrheit, die dir keiner zu sagen vermag, es gibt sie nicht ein zweites Mal.

Als Sophie zum ersten Mal starke Gefühle für jemanden empfindet, ist es für den Leser authentisch, gefühlvoll und so intensiv beschrieben, man kann das Kribbeln unter der Haut schon fast selber spüren.


Anne Freytag kann mit einen einfachen Satz so viele Emotionen auslösen, dass es unbeschreiblich ist. 




Gelesen von Raquel

Sonntag, 18. Dezember 2016

Sally Jones - Mord ohne Leiche

Von Jakob Wegelius

aus dem Gerstenberg Verlag


Im Jahre 1901
Im nächtlichen Hafen von Lissabon kommt es zu einem Handgemenge. Ein Mann stürzt ins Wasser. Seine Leiche wird nie gefunden. Doch der finnische Seemann Henry Koskela wird des Mordes angeklagt und zu fünfundzwanzig Jahren Gefängnis verurteilt. Nun liegt es an Sally Jones ihrem Käptain und Freund zu helfen und seine Unschuld zu beweisen. So begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt, von Lissabon bis nach Indien. Auf ihrer Suche begegnet sie einer wunderbaren Fadosängerin, einem finsteren Kommissar, einem freundlichen Friedhofswächter, einem launischen Maharadscha, einem dreihöckrigen Kamel und vielen anderen.
Eine unglaublich spannende und wunderbar erzählte Geschichte aus der Sicht einer Gorilladame, die besonders mutig und schlau  ist. Eine Geschichte für Groß und Klein, zum Vor- und Selberlesen, aber vorallem um Spaß zu haben. Die Zeichnungen im Buch und das einzigartige Cover  haben es mir sehr angetan.


 Ab 10 Jahre

 

Hier kannst du dieses Buch kaufen! 

Gelesen von Raquel

Montag, 12. Dezember 2016

George

von Alex Gino

aus dem Fischer Verlag


"Ich bin kein Junge, ich bin ein Mädchen" würde George am liebsten laut schreien, wenn ihre Mutter "Mein Junge" zu ihr sagt. Aber sie traut sich nicht. Niemand, auch ihre beste Freundin, weiß nicht was in ihr los ist. Aber dann nimmt George all ihren Mut zusammen und erzählt es ihrer besten Freundin. Jetzt sollen es aber auch alle anderen wissen. 

George ist zehn Jahre alt, sie liebt Mädchenzeitschriften und die Schauspielerei. Am liebsten würde sie gerne die Rolle der Charlotte, der diesjährigen Theateraufführung ihrer Klasse übernehmen, um allen zu zeigen wer sie wirklich ist, aber Charlotte ist ein Mädchen und George nicht. 
George erzählt  ihre Geschichte mit sehr viel Gefühl. Obwohl sie erst zehn ist, weißt sie genau was sie will und wer sie sein möchte. George's beste Freundin Kelly ist eine ganz besondere Freundin, sie ist unglaublich lustig, schlagfertig, sympatisch und genau die Person die George braucht, um zu sich selbst zu stehen.

Alex Gino hat eine wunderbare Geschichte zu erzählen. In seinem Debütroman berichtet er aus persönlicher Erfahrung, dass es wichtig ist, Romane für transgender Kinder  zu schreiben, die sie bestärken und ermutigen, sie selbst zu sein. 

Dieses Buch ist bewegend, tiefgründig und wichtig.

Ich finde dieses Buch unglaublich toll. Ich habe es mit Genuss und großem Schmunzeln gelesen, weil es so unfassbar schön erzählt ist.
Für mich ist es ein Buch das ALLE lesen sollten.






Ab 10 Jahre
(Fesselt aber auch Erwachsene)

Gelesen von Raquel

Sonntag, 11. Dezember 2016

Eins

Sarah Crossan

Mixtvision Verlag



Zwei Leben. Zwei Schwestern. Eine Entscheidung.

Tippi und Grace sind sechzehn Jahre alt, Zwillinge, die enger miteinander verbunden sind als andere Geschwister. Sie sind an der Hüfte zusammengewachsen und teilen sich einige innere Organe. Doch nicht nur körperlich sind sie eine Einheit - sie sind Seelenverwandte und ihre Herzen schlagen buchstäblich füreinander. Bisher wurden sie zuhause unterrichtet, doch nun müssen sie auf eine normale Schule gehen und sich der Herrausforderung stellen, angestarrt und gemieden zu werden.

Die kleine Schwester Dragon wird vernachlässigt, muss sehr früh viel Verantwortung übernehmen und muss sich immer den Bedürfnissen von Tippi und Grace unterordnen. Das kann natürlich auch nicht ewig gutgehen. 

Bei allen Sorgen, die die Familie hat, ist es kein Wunder, dass der Alltag nicht immer glatt verläuft. Die Lebenserwartung von siamesischen Zwillingen ist nicht besonders hoch, die Artzbesuche sind kostspielig und der arbeitslose Vater wird trotz aller Liebe zu seinen Kindern zum Alkoholiker. Jetzt müssen sie sich überlegen ihre Privatsphäre aufzugeben, damit etwas Geld in die Familienkasse kommt. Eine TV-Show soll helfen. Gibt es keine andere Möglichkeit für Tippi und Grace ein normales Leben zu führen? 

Mit diesem Buch bekommt man einen realistischen Einblick in die Welt siamesischer Zwillinge. Es gibt Antworten zu wichtigen Fragen des Lebens. Es klärt "normale" Leser darüber auf, wie es ist, an jemanden sein Leben lang körperlich gebunden zu sein und verdeutlicht wie wichtig es ist, Menschen als Induviduen zu sehen.

Es ist poetisch, witzig, herzzerreißend, traurig, wunderschön!





Gelesen von Raquel

Samstag, 3. Dezember 2016

Goodbye Bellmont

Matthew Quick

aus dem dtv Verlag

 

"Du wirst dir deine
Rolle im Leben nicht
immer aussuchen können,
aber versuche, sie so gut
wie möglich zu spielen."

Finleys Traum von einer besseren Zukunft zerplatz, als Russ Allen in seinen Leben auftaucht. 

Finley träumt davon, aus dem von rivalisierenden Gangs beherrschten Bellmont durch ein Basketball-Stipendium zu entkommen. Und seine Chancen dafür stehen wirklich hoch. Bis Russ in seine Schule kommt, denn Russ ist ebenso ein begnadeter Basketballspieler. Doch seit Russ's Eltern gestorben sind, glaubt er, dass er ein Außerirdischer ist. Finley's Aufgabe besteht darin, Russ ein guter Freund zu sein und ihm zu helfen, wieder ins echte Leben zurückzufinden. Doch wenn Russ wieder "normal" wird, kann Finley sein Stipendium verlieren und damit auch die Chance auf eine bessere Zukunft.

Was soll er tun? 


Finley ist ein großartiger Erzähler, er ist sehr sympathisch und als Leser hängt man gebannt an seinen "Lippen", wenn er über seinen Alltag erzählt und seine Gedanken mit uns teilt. Dieses Buch ist zurecht für den DJLP nominiert. Es ist ein Buch, dass sowohl Jungs als auch Mädchen anspricht. Es ist tiefsinnig und gibt viel Stoff zum Nachdenken.
Eine Geschichte voller großer Emotionen, über Freundschaft, Verlust, Liebe und die schwerwiegende Frage, was wirklich wichtig ist im Leben.

 



Gelesen von Raquel

Freitag, 2. Dezember 2016

Dich immer wiedersehen

von Jennifer E. Smith

aus dem Carlsen Verlag


Lucy und Owen leben im gleichen Hochhaus in New York. Doch Lucy lebt mit ihren Eltern, die immer auf Reisen sind im Penthouse und Owen mit seinen Vater, der nach dem Tod seiner Mutter nicht mehr richtig ins Leben gefunden hat, im Keller. Lucy ist eine Einzelgängerin die ihr Zuhause liebt und Owen ist eher der nachdenkliche Typ, der die ganze Welt als sein Zuhause möchte. 
Als an einem heißen Sommerabend in ganz New York der Strom ausfällt, ist Lucy gerade mit dem Fahrstuhl auf dem Weg in ihre Wohnung und Owen auf dem Weg zum Dach, wo er seinen absoluten Lieblingsplatz in ganz New York gefunden hat. Doch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Sowohl Lucy als auch Owen haben eine besondere Lebensgeschichte. Es geht um Familie, um das Zusammenwachsen mit den Eltern, um Liebe zu Vater und Mutter und was das mit ihnen gemacht hat.
Obwohl die Geschichten der beiden unterschiedlicher kaum sein könnten, finden sie dennoch ein paar Gemeinsamkeiten.
Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Aber mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen, während es Owen und seinen Vater weiter Richtung Westen treibt. Wann und wo werden sie sich wiedersehen? 

Ich liebe die Bücher von Jennifer E. Smith. Ihr Schreibstil ist schön, sanft und behutsam. Ihre Geschichten entwickeln sich sehr langsam und ohne Hektik. Ihre Worte strahlen Ruhe aus und das gefällt mir sehr gut. Ich habe auch diese Geschichte in einem Zug durchgelesen. Es fühlte sich an, als könnte ich alles spüren, was auch Lucy und Owen gespürt haben. Es war echt! Leider, leider konnte man  meiner Meinung nach Lucy's und Owen's Handlungen nicht wirklich nachvolziehen, es hätte alles viel einfacher sein können.
Allein wegen des Schreibstils kann ich es trotzdem jedem empfehlen!
Es ist ein wunderbares Buch, dass nicht nur romantisch und unterhaltsam ist, sondern einen auch über die wichtigen Fragen des Lebens nachdenken lässt.




Gelesen von Raquel

Samstag, 12. Dezember 2015

Throne of Glass - Die Erwählte

Sarah J. Maas

DTV



Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Sie ist die berüchtigtste Assassinin im ganzen Land. Schon im Alter von acht Jahren wurde sie vom König der Assassinen in der hohe Kunst des Tötens ausgebildet. 

Im Gefängnis, in das sie zum Sterben gebracht wurde, ist die Lage hoffnungslos. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr einen Deal an, ihre einzige Möglichkeit zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses - und es ist da, um zu töten.

Mein erster Eindruck von Celaena war, dass sie oberflächlich, arrogant und überheblich ist und ohne Gnade oder Skrupel tötet. Im Laufe des Buches wuchs sie mir aber immer mehr ans Herz, denn nach und nach entdeckt man andere Seiten an ihr und begreift, dass sie sich dieses Leben nicht ausgesucht hat. Sie zeigt Mitgefühl mit den Sklaven, rettet selbstlos einen Widersacher und riskiert ihr eigenes Leben, um ein uraltes Böses zu besiegen. Kurz: sie ist ein Charakter voller Widersprüche, was mir gut gefällt. Auch ihr frecher Humor hat mich angesprochen, sogar die Dreiecksbeziehung hat mich, wider Erwarten, überhaupt nicht gestört. Allgemein ihre ganze Welt finde ich faszinierend und geheimnisvoll. Am Ende des Buches habe ich immer noch viele offene Fragen, die wahrscheinlich im den nächsten Bänden erklärt werden und darauf bin ich sehr gespannt. 

Ein spannendes Buch, das mich von der ersten Seite an gepackt und bis zum Schluss nicht losgelassen hat. 


Zwei Männer lieben sie. 

Das gesamte Land fürchtet sie. 

Nur sie kann das Königreich retten.

 


Ab 14

 

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Gelesen von Raquel

Montag, 26. Oktober 2015

Layken & Will von Colleen Hoover

Weil ich Layken liebe


Nach dem Tod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Kel von Texas nach Michigan. Gleich am ersten Tag lernt sie Will kennen, der gegenüber wohnt und auch einen kleinen Bruder hat. Niemals hätte Layken gedacht, dass sie sich Hals über Kopf verlieben würde. Und dass diese Liebe mit derselben  Intensität erwidert wird, erst recht nicht. Gleich beim ersten Date merken beide, dass sie etwas Großes verbindet. Sie fühlen es und sie können es nicht verbergen. Das ganz große Glück - drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg...


Es sind wirklich sehr viele Gefühle im Spiel und als Leser wirst du komplett in die Geschichte von Layken und Will hineingezogen. Ich hab mitgefühlt und mitgefiebert und überlegt was ich an ihrer Stelle machen würde. Es war zum Ausrasten! 

Layken war von Anfang an sehr sympathisch und sie ist mir schnell ans Herz gewachsen, genau so wie Will und eigentlich alle die eine Rolle in ihrem Leben gespielt haben. 
Die Geschichte ist sehr dramatisch, es passieren sehr viele Dinge, die schwer zu tragen sind. Trotzdem finde ich es realistisch, die Entscheidungen, die getroffen wurden, waren gut und lange überlegt. Das hat mir sehr gut gefallen. 
Es geht um sehr viel mehr als die Liebe zwischen Layken und Will, es geht um Freundschaft und Familie, Trauer, Sorgen und schwere Entscheidungen, die man im Leben treffen muss. 

Die Autorin hat in diesem Buch alles richtig gemacht. Die ganze Gefühlswelt aus "Weil ich Layken liebe" ist bei mir angekommen und ich habe mich in die Geschichte verliebt. 






Weil ich Will liebe


Niemals zuvor war Will so verliebt wie in Layken. Nie zuvor hat er für jemanden solche tiefen Gefühlen verspürt. Ihre Liebe scheint täglich an Stärke zu gewinnen. Sie halten zusammen. 
Doch dann begeht Will einen fatalen Fehler - und riskiert damit unwissentlich alles, was er und Layken sich aufgebaut haben.

Während der erste Band aus Laykens Sicht geschrieben ist, wird im zweiten Buch die Geschichte aus Wills Sicht weitererzählt.
Der zweite Band hat mir nicht mehr so gut gefallen, es war zwar immer noch sehr dramatisch, aber die Entscheidungen waren kindisch und die Reaktionen auch. Ich habe mich sehr über Will geärgert und manchmal habe ich mir gewünscht, das Buch würde bald zu Ende gehen. Aber das Ende hat mir dann auch nicht gefallen. Es war romantisch aber sehr unrealistisch, was die Beziehung der beiden anging. Sie sind Teenager und ihre Prüderie war für mich unpassend.
Natürlich ist das Buch nicht das schlechteste, das ich je gelesen habe, aber im Vergleich zum ersten Band hat es mich ein wenig enttäuscht.  Der Schreibstil ist immer noch sehr gut und ab und zu kann man wirklich schöne Textstellen lesen.


Weil wir uns lieben


Dieses Buch setzt genau bei dem Punkt an, wo Band 2 endet.
Will und Layken, die frisch verheiratet in ihrer Hochzeitsnacht sind und ihre Geschichte nochmal Revue passieren lassen. Will erzählt seine Geschichte wie es war bevor er Layken kennenlernte und wie er sich in sie verliebte. Es ist die Vorgeschichte von Will und der erste Bande aus Wills Sicht erzählt.
Ich fand es sehr interessant Wills Geschichte kennen zu lernen, vor allem weil er es nicht leicht hatte und ich es toll finde, wie er damit umgegangen ist. Speziell seine Beziehung zu Caulder ist sehr innig und herzlich. Sie halten zusammen und Will würde alles für ihn tun.

Eine Weiterentwicklung findet hier bei Will und Layken nicht mehr statt. Man spürt zwar aufgrund der Rückblicke, wie sehr sie sich in den letzten beiden Bänden verändert haben und welche Verantwortung auf ihnen lastet, aber dennoch sind sie sich selbst treu geblieben.

Insgesamt ist "Weil wir uns lieben" ein wunderbarer Abschluss einer Trilogie, die mit vielen wunderschönen und melancholischen Erinnerungen gespickt ist. Ich werde Will und Layken unglaublich vermissen.
Gelesen von Raquel